Syrien und Libanon nähern sich an
publiziert: Samstag, 12. Jul 2008 / 22:44 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Jul 2008 / 19:07 Uhr

Paris - Der Mittelmeer-Gipfel in Paris hat Bewegung in den Nahost-Prozess gebracht. So zeigten sich Syrien und der Libanon am Wochenende bereit, erstmals in ihrer Geschichte diplomatische Beziehungen aufzunehmen.

Baschar el-Assad kehrt nach jahrelanger Isolation auf die internationale Bühne zurück.
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Das gab der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Samstag bekannt, nachdem er mit allen Beteiligten zunächst getrennt und dann gemeinsam gesprochen hatte. Die Staatschefs Syriens und des Libanon, Baschar al-Assad und Michel Suleiman, waren am Vorabend des Mittelmeer-Gipfels nach Paris gereist.

Seit der Unabhängigkeit des Libanons 1943 und Syriens 1946 haben beide Länder keine Botschaften im jeweils anderen Land. Einen Rahmen für die Beziehungen gibt es seit 1991 in Form eines Vertrags über gegenseitige Zusammenarbeit. Der Libanon unterhält seitdem eine Interessensvertretung in der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Syrien hatte sich bis 2005 als Schutzmacht des Libanons gesehen und 29 Jahre lang Truppen im Nachbarland stationiert. Als vermuteter Drahtzieher des Mordes am früheren libanesischen Regierungschef Rafik Hariri war Syrien 2005 unter internationalem Druck zum Truppenabzug gezwungen worden.

Olmert spricht mit Abbas

Wenig konkrete Ergebnisse brachte ein Treffen des israelischen Regierungschefs Ehud Olmert mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Olmert erklärte aber: «Wir waren nie so nah an einem Friedensabkommen.» Abbas ergänzte: «Wir wissen, dass ein Frieden im Nahen Osten die Grundlage für den Frieden in der Welt ist.»

(bert/sda)

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