Syrien und Libanon wollen Grenzziehung festlegen
publiziert: Donnerstag, 14. Aug 2008 / 16:03 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Aug 2008 / 18:04 Uhr

Damaskus - Nach ihrer Annäherung wollen Syrien und Libanon nun strittige Grenz- und Flüchtlingsfragen klären. Das gaben Syriens Aussenminister Walid el Muallim und sein Amtskollege Fausi Saluch in Damaskus bekannt.

Libanons Präsident Michel Suleiman.
Libanons Präsident Michel Suleiman.
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Die Staatschefs Baschar al Assad und Michel Suleiman hatten sich am Vortag auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen geeinigt. Beobachter werteten dies als Meilenstein, denn die bilateralen Beziehungen sind gespannt.

Die Grenzen zwischen den beiden Ländern sind an mehreren Abschnitten schlecht markiert. Mit einer Festlegung des Grenzverlaufs käme Syrien einem wesentlichen Teil der UNO-Forderung für eine Normalisierung der Beziehungen mit Libanon nach.

Das umstrittene Gebiet der Schebaa-Höfe werde bei der Grenzziehung aber ausgeklammert, solange es unter Israels Kontrolle sei, erklärte Muallim. Israel hält die 25 Quadratkilometer grosse Region seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 besetzt; Libanon beansprucht sie für sich.

Schicksal vermisster Menschen

Damaskus und Beirut wollen auch dem Schicksal von vermissten Menschen nachgehen. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen werden in Syrien mehr als 650 Menschen festgehalten, die während des libanesischen Bürgerkriegs zwischen 1975 und 1990 verschwanden.

Die Annäherung der beiden Länder stiess auf positives Echo. Der geplante Austausch von Botschaftern sei ein «sehr guter Schritt», sagte US-Aussenministerin Condoleezza Rice in Washington. Allerdings müsse Syrien unter Beweis stellen, dass es die Souveränität Libanons achte.

Das zweitägige Gipfeltreffen in Syrien war der erste Besuch eines libanesischen Staatspräsidenten in dem östlichen Nachbarland seit dem syrischen Truppenabzug aus Libanon vor drei Jahren. Der erste Gipfeltag war von einem blutigen Terroranschlag in Nordlibanon überschattet worden. 17 Menschen waren bei dem Bombenanschlag in der Hafenstadt Tripoli umgekommen.

(smw/sda)

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