Syrien verlagert Truppen in den Osten
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 20:10 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 20. Mrz 2005 / 23:03 Uhr

Damaskus/Beirut - Präsident Baschar el Assad hat einen baldigen Abzug der syrischen Truppen aus Libanon angekündigt. Ein konkretes Datum für den Rückzug der 14 000 Soldaten nannte er in seiner Rede vor dem Parlament in Damaskus jedoch nicht.

Damaskus kündigt einen baldigen Truppenabzug an.
Damaskus kündigt einen baldigen Truppenabzug an.
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Er und der libanesische Präsident Émile Lahoud hätten noch für diese Woche ein Treffen der Verantwortlichen vereinbart, bei dem die Einzelheiten des Abzugs besprochen werden sollten. Die libanesische Opposition forderte vor allem seit der Ermordung des ehemaligen Premiers Rafik Hariri vor rund zwei Wochen ein konkretes Datum für den Abzug der Syrer.

Die Truppen werden laut Assad zunächst in die Bekaa-Hochebene verlegt. Später sollen sie sich dann weiter zurückziehen bis zur syrischen Grenze. In Anspielung auf die Drohungen der USA sagte er: "Einige werden jetzt sagen, das sei nicht genug, doch wir sagen nein, das ist genug."

"Syrien steht dem Frieden im Weg."

Assad fügte hinzu: "Der Rückzug ist jetzt notwendig geworden, weil die libanesische Armee und die Sicherheitskräfte stärker geworden sind. Den syrischen Interessen werde der Rückzug auf jeden Fall nicht schaden."

In seiner Rede erwähnte Assad nicht, ob er auch die unzähligen Agenten des mächtigen syrischen Geheimdienstes aus dem Libanon abziehen wolle. Auch die künftige Rolle der von Damaskus unterstützten pro-iranischen Hisbollah erwähnte der Präsident mit keinem Wort.

In Washington erneuerte US-Präsident George W. Bush seine Forderung nach einem sofortigen Abzug der Syrer aus dem Nachbarland. Weiter warf er Syrien vor, das Land stünde dem Frieden im Nahen Osten im Weg und unterstütze den Terrorismus.

(mo/sda)

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