Türkischer Aussenminister spricht sich für Faruk al-Schara aus
Syriens Vizepräsident soll Übergangsregierung führen
publiziert: Sonntag, 7. Okt 2012 / 11:03 Uhr
Faruk al-Scharaa, Vizepräsident Syrien
Faruk al-Scharaa, Vizepräsident Syrien

Ankara - Syriens Vizepräsident Faruk al-Schara könnte nach den Worten des türkischen Aussenministers Ahmet Davutoglu die Führung einer Übergangsregierung in Syrien übernehmen. Al-Schara sei «ein Mann der Vernunft und des Gewissens» und habe sich «nicht an den Massakern in Syrien beteiligt», sagte Davutoglu.

5 Meldungen im Zusammenhang
Niemand kenne das System in Syrien besser als al-Schara. Zudem sei die syrische Opposition geneigt, diesen als künftigen Staatschef zu akzeptieren, sagte der Aussenminister am Samstagabend in einem Interview mit dem türkischen Fernsehsender TRT.

Al-Schara ist seit 2006 Stellvertreter von Präsident Baschar al-Assad. Im August hatte es Berichte über eine Desertion al-Scharas gegeben, die von Damaskus dementiert wurden.

Nach Angaben aus der syrischen Opposition soll al-Schara aber unter Hausarrest stehen. Davutoglu zeigte sich überzeugt, dass sich der Vizepräsident weiterhin in Syrien aufhält.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Damaskus hatten sich seit Beginn des Konflikts in Syrien im März 2011 kontinuierlich verschlechtert. Die Türkei unterstützt offen die syrischen Rebellen und fordert den Rücktritt Assads.

Die Beziehungen erreichten einen Tiefpunkt, als am Mittwoch ein türkisches Grenzdorf von syrischem Artilleriebeschuss getroffen wurde, wobei fünf Zivilisten getötet wurden. Die Türkei reagierte mit Vergeltungsangriffen, bei denen mehrere syrische Soldaten getötet worden sein sollen. Seither wurde türkisches Gebiet wiederholt von syrischen Geschossen getroffen, die die Türkei erwiderte.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Amman/Ankara - Das türkisch-syrische Grenzgebiet kommt nicht zur Ruhe. Die türkischen Streitkräfte nahmen erneut ... mehr lesen
Istanbul - Nach einem Granatenangriff aus Syrien hat die türkische Armee am Samstagmorgen zurückgeschossen. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, eine aus Syrien abgefeuerte Mörsergranate sei in einem Feld im Grenzgebiet der Provinz Hatay detoniert. mehr lesen 
Die Auseinandersetzungen an der Ostgrenze der Türkei wurden scharf kritisiert.
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat den syrischen Angriff auf die Türkei mit fünf Toten scharf kritisiert. Das mächtigste ... mehr lesen
Istanbul - Das türkische Parlament hat der Regierung und der Armee grünes Licht für eine militärische Intervention in Syrien ... mehr lesen 1
Das türkische Parlament gab grünes Licht für die Syrien-Intervention. (Archivbild)
Aleppo/Damaskus/Istanbul/Brüssel - Das türkische Militär hat am Donnerstagmorgen seinen Angriff auf einen syrischen ... mehr lesen
Die Feuerpause soll um Mitternacht in Kraft treten.
Ab Mitternacht  Washington/Berlin - Nach einem massiven Aufflammen der Kämpfe in der syrischen Stadt Aleppo haben Moskau und Washington für die nordsyrische Stadt eine Waffenruhe vermittelt. Die Feuerpause soll um Mitternacht in Kraft treten. 
«Entweder wir bringen die Friedensverhandlungen in die Spur zurück oder wir riskieren den Rückfall in Explosionen der Gewalt.»
Deutschland und Frankreich drängen auf Syrien-Verhandlungen Berlin/Stuttgart - Deutschland und Frankreich drängen auf eine schnelle Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen ...
UNO-Sicherheitsrat will Spitäler in Kriegsgebieten schützen New York - Spitäler in Kriegsgebieten sollen nach dem Willen ...
Die Angst vor Terror ist stets präsent. (Symbolbild)
Flüchtlingskrise  Brüssel - In der Flüchtlingskrise hat die EU-Kommission den Weg für eine Verlängerung der ...  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    In... einem freiheitlichen Rechtsstaat mit starker Zivilgesellschaft wie z. ... Di, 03.05.16 20:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1745
    Offenbar verstehen die USA nichts vom Verhandeln, dafür mehr vom Erpressen. Die Schweiz zahlt Milliarden ... Mo, 02.05.16 10:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Das... Problem ist, dass man am Anfang berauscht von der eigenen Güte nicht ... Do, 28.04.16 08:45
  • HeinrichFrei aus Zürich 423
    Wer sich zum Islam bekennt, wird nach all den Terroranschlägen verdächtig Nach den Terrorattacken in Paris und in Brüssel werden Menschen die ... Do, 28.04.16 06:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Abkommen "Griechenland hatte am Mittwoch insgesamt 49 illegal eingereiste ... Mi, 27.04.16 13:36
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Die Türkei... ist aktive Kriegspartei in Syrien. Dort kämpfen viele "Rebellen" aus ... So, 24.04.16 09:07
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    TTIP... ist das Beste was Europa passieren kann. Es braucht strenge ... Sa, 23.04.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3895
    Diese... Gefangennahme des syrischen Piloten dürfte der Daesh (IS) mit ... Sa, 23.04.16 11:57
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Wettbewerb
   
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zum Release des siebten Teils der Star Wars-Serie («Das Erwachen der Macht») verlosen wir zwei DVDs.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 3°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 4°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 2°C 15°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 2°C 17°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 4°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 5°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Lugano 7°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten