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Syrische Opposition kündigt Teilnahme an Konferenz in Tunesien an
publiziert: Montag, 20. Feb 2012 / 16:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 20. Feb 2012 / 16:39 Uhr
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Es wird befürchtet, dass Regierungstruppen die Stadtteile der Aufständischen noch vor dem 26. Februar stürmen werden.
Es wird befürchtet, dass Regierungstruppen die Stadtteile der Aufständischen noch vor dem 26. Februar stürmen werden.

Beirut - Der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC) hat seine Teilnahme an der Konferenz der «Gruppe der Freunde Syriens» an diesem Freitag angekündigt. «Wir werden teilnehmen», sagte das für Auslandskontakte zuständige SNC-Mitglied Naji Tayyara am Montag in Dubai.

5 Meldungen im Zusammenhang
Tayyara erklärte, zunächst hätten Russland und China Einspruch gegen eine Teilnahme des SNC erhoben. «Aber die arabischen Mitglieder haben auf unserer Teilnahme bestanden.»

In der vergangenen Woche hatten Medien den tunesischen Aussenminister Rafik Abdessalem mit den Worten zitiert, die syrische Opposition werde nicht eingeladen. Die «Gruppe der Freunde Syriens» umfasst vor allem arabische und westliche Staaten.

Stürmung von Homs befürchtet

Nach Angaben von Oppositionsaktivisten waren am Montag drei Kolonnen der syrischen Streitkräfte zur Verstärkung der Regierungstruppen in der Rebellenhochburg Homs unterwegs. Unter anderem sollten dabei Panzer in die Stadt verlegt werden.

Die Regierung wolle offenbar noch vor dem Verfassungsreferendum am 26. Februar die von Aufständischen gehaltenen Stadtteile stürmen, sagte ein Aktivist. Immer noch halte der seit zwei Wochen andauernde Beschuss des von Rebellen gehaltenen Stadtteils Baba Amr an. Mehrere Granaten seien am Morgen auf das Viertel Baba Amr in der Stadt Homs abgefeuert worden, hiess es. Zahlreiche Festnahmen wurden gemeldet.

Die Oppositionsbewegung forderte von der Regierung, alle Frauen und Kinder aus dem Stadtteil in Sicherheit zu bringen. «Die Bewohner leben in der Kälte und unter unhaltbaren Zuständen, sie warten auf den Tod», sagte ein weiterer Aktivist am Telefon.

Unruhen auch in Damaskus

Nach und nach greifen die Unruhen auch auf die Hauptstadt Damaskus über. Nach Angaben von Aktivisten nahmen Angehörige der Sicherheitskräfte in einer Handelsschule im Stadtteil Baramke mehrere Schüler fest.

Ein Regimegegner in Damaskus sagte am Telefon, in der Hauptstadt seien vor Regierungsgebäuden zahlreiche Soldaten postiert worden. In den Vierteln Messe und Kafr Susa seien Strassensperren errichtet worden. Vermummte Aktivisten hingen die «Fahne der Unabhängigkeit» auf.

Via Internet wurde eine Botschaft von mehreren islamischen Geistlichen veröffentlicht, die sich aus Protest gegen die Unterdrückung der Opposition vom syrischen Ministerium für islamische Stiftungen lossagten. Die Geistlichen bekundeten ihre Unterstützung für die Deserteure der sogenannten Freien Syrischen Armee.

(knob/sda)

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