Kampfjet in Syrien abgestürzt
Syrische Rebellen melden Abschuss von Kampfjet
publiziert: Montag, 13. Aug 2012 / 21:18 Uhr
Museumsreif: Eine MiG-21. (Archivbild)
Museumsreif: Eine MiG-21. (Archivbild)

Damaskus/Genf - Die syrischen Rebellen haben am Montag nach eigener Darstellung einen Kampfjet der Regierungstruppen abgeschossen und den Piloten gefangen genommen. Das staatliche Fernsehen berichtete hingegen, das Flugzeug sei wegen technischer Probleme abgestürzt.

3 Meldungen im Zusammenhang
Für die leicht bewaffneten Aufständischen wäre der Abschuss eines Jets der syrischen Armee ein seltener Triumph. Zum Beweis für ihre Version luden die Rebellen auf dem Internetkanal YouTube Videos hoch, die den Vorfall in der Provinz Deir al-Sor im Osten des Landes zeigen sollen.

Zum Wummern schwerer Geschütze ist darauf ein Kampfjet zu sehen, der plötzlich in Flammen aufgeht, ins Trudeln gerät und eine Rauchfahne hinter sich herzieht. «Gott ist gross! Ein MiG-Kampfjet ist in der Stadt Mohassen getroffen worden», hört man einen Rebellen rufen.

Später zeigte der Fernsehsender Al-Arabija auch ein Video, das den Piloten in Rebellenhand zeigen soll. Die Echtheit der Filme liess sich nicht überprüfen. Das Staatsfernsehen berichtete dagegen, ein Bergungsteam sei unterwegs. Der amtlichen Nachrichtenagentur SANA zufolge konnte sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten.

Rebellen wollen Flagkanone haben

In Oppositionskreisen in der Region hiess es, die Rebellen hätten den Jet mit Flugabwehrgeschützen abgeschossen. «Es war eine MiG-21, die von einem 14,5-Millimeter-Flugabwehr-Geschütz getroffen wurde, dem grössten im Arsenal der Rebellen», sagte ein Oppositioneller. «Das Flugzeug ist zu tief geflogen und war in Reichweite.» Über die Herkunft des Flab-Geschützes machten die Rebellen keine Angaben.

Die Rebellen verfügen hauptsächlich über leichtere Waffen wie Sturmgewehre, Sprengstoff und Panzerfäuste. Es fällt ihnen schwer, den Regierungstruppen damit die Stirn zu bieten. Kampfjets hatten zuletzt die Stadt Aleppo und auch Dörfer bombardiert, die von den Aufständischen kontrolliert werden.

Rebellen fordern Flugverbotszone

Die Rebellen fordern wegen der Angriffe aus der Luft eine Flugverbotszone. Die Einrichtung einer Flugverbotszone, wie sie der UNO-Sicherheitsrat im vergangenen Jahr in Libyen gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi beschlossen hatte, gilt im Fall Syrien indes als unwahrscheinlich. Die Veto-Mächte Russland und China unterstützen das Assad-Regime.

Erneut ein Überläufer

Ein syrischer Diplomat am UNO-Sitz in Genf ist zur Opposition übergelaufen. Der Erste Sekretär Danny al-Baaj, der das Assad-Regime beim UNO-Menschenrechtsrat vertreten hatte, bestätigte entsprechende Angaben der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps».

Er habe seinen Rücktritt am Freitag auf einer syrischen Website bekanntgemacht und dem Geschäftsträger Syriens in Genf mündlich mitgeteilt, sagte Al-Baaj. Der Diplomat war in der syrischen UNO-Mission zuständig für das Ressort Menschenrechte.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Mekka - Die Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) haben sich zu einem Bombenanschlag im Zentrum der Hauptstadt Damaskus bekannt. Ziel des Anschlags vom Mittwoch sei ein Treffen von Armeeoffizieren und Vertretern der regierungstreuen Schabiha-Milizen in einem Büro des Generalstabs gewesen. mehr lesen 
Dschiddah - Syrien gerät angesichts des blutigen Konflikts auch von Seiten der islamischen Länder immer mehr unter Druck. Die ... mehr lesen
OIC-Chef Ekmeleddin Ihsanoglu.
In Damaskus lieferten sich Rebellen und Armee heftige Kämpfe um den im Süden gelegenen Stadtteil Tadamun. (Symbolbild)
Damaskus/Beirut - In der syrischen ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Russland und Westen kooperieren bei Syrien-Hilfe Berlin - Russland und westliche Staaten arbeiten bei der humanitären Hilfe für die syrische Bevölkerung ... 1
Rund 150'000 Binnenflüchtlinge hätten Schutz im syrisch-türkischen Grenzgebiet gesucht.
Über 60 Luftangriffe wurden geflogen. (Symbolbild)
Dschihadisten bei Luftangriffen in Syrien getötet Beirut - Bei Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens 16 ... 1
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 731
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 17°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 17°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig freundlich
St. Gallen 15°C 23°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 17°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Lugano 19°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten