TGV nach Anschlag in Neuenburg gestoppt
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 13:55 Uhr

Zürich - Unbekannte haben am Morgen im Hochgeschwindigkeitszug TGV Zürich- Paris einen Anschlag mit Buttersäure verübt.

Wegen des massiven Gestanks in drei Wagen wurde der Zug längere Zeit angehalten.
Wegen des massiven Gestanks in drei Wagen wurde der Zug längere Zeit angehalten.
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Wegen des massiven Gestanks in drei Erstklasswagen wurde der Zug in Neuenburg längere Zeit angehalten.

Beim Bahnhof Neuenburg fuhren Ambulanzfahrzeuge vor, um Fahrgäste zu betreuen, denen es wegen des massiven Gestanks übel geworden war, wie SBB-Sprecher Roger Baumann gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Eine halbe Stunde Verspätung

Vor Ort war neben der Neuenburger Kantonspolizei auch der Kantonschemiker, wie Roger Baumann erklärte. Der Zug, der 7.18 Uhr in Zürich abgefahren war, hätte um 9.08 den Bahnhof Neuenburg verlassen sollen.

Wegen des Zwischenfalls verspätete sich die Abfahrt jedoch um rund eine halbe Stunde. Kurz nach 9.30 Uhr konnte er die Fahrt nach Paris fortsetzen, die drei betroffenen Erstklasswagen wurden geschlossen, die Fahrgäste in Zweitklasswagen verlegt.

Bekennerschreiben von Linksautonomen?

Vermutlich sei der Anschlag nach der Abfahrt aus dem Bahnhof Bern verübt worden, sagte Baumann. Kurz danach traf jedenfalls das Bekennerschreiben ein. Dieses wurde auch den Medien zugesandt. Es weist mit seinem Inhalt und der Unterschrift auf die Linksautonome Szene hin.

Wann die stinkende Flüssigkeit genau versprüht wurde, ist laut Baumann Gegenstand von Abklärungen. Dagegen hat die Kantonspolizei Neuenburg am späteren Morgen bestätigt, dass es sich um Buttersäure handelte.

In einem der Wagen sei auch ein Behälter für die extrem nach faulen Eiern stinkende Flüssigkeit gefunden worden. Dabei handelte es sich um den ersten Wagen der Zugskomposition, von wo aus der Gestank in zwei weitere Erstklasswagen drang. Die SBB hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

(bert/sda)

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