Tierschutzrechtliche Problemfelder
TIR an der Animal Law Conference in Portland
publiziert: Montag, 2. Nov 2015 / 13:12 Uhr
Die TIR-Delegation an der Lewis & Clark Law School: Michelle Richner, Andreas Rüttimann, Vanessa Gerritsen, Christine Künzli, Moena Zeller und Gieri Bolliger.
Die TIR-Delegation an der Lewis & Clark Law School: Michelle Richner, Andreas Rüttimann, Vanessa Gerritsen, Christine Künzli, Moena Zeller und Gieri Bolliger.

Vom 16.-18. Oktober fand in Portland (Oregon/USA) die 23. Animal Law Conference statt. Gegen 250 Tierschutzrechtsexperten aus sämtlichen Kontinenten diskutierten an der renommierten Lewis & Clark Law School verschiedenste Aspekte des rechtlichen Tierschutzes.

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Zu den Referenten gehörte auch der Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht (TIR), Dr. Gieri Bolliger. Darüber hinaus haben auf Einladung des Center for Animal Studies (CALS) noch weitere Mitarbeitende der TIR an der Konferenz teilgenommen.

Die von CALS, dem Animal Legal Defense Fund (ALDF) und der Lewis & Clark-Sektion des Student Animal Legal Defense Fund (SALDF) organisierte Animal Law Conference ist der grösste und bedeutendste jährlich durchgeführte Tierschutzrechtskongress der Welt. Seit über 20 Jahren bietet die Konferenz Juristen und weiteren Interessierten eine Plattform, um sich mit Gleichgesinnten über aktuelle Tendenzen im Tierschutz und Konzepte für eine juristische Besserstellung von Tieren auszutauschen.

Das abwechslungsreiche Vortragsprogramm bot dem Publikum auch 2015 wieder die Möglichkeit, sich mit einer Vielzahl tierschutzrechtlicher Problemfelder auseinanderzusetzen. Das Themenspektrum reichte von juristischen Fragestellungen zu Tierversuchen, Nutztierhaltung und internationalem Tierhandel über aktuelle Tierschutzrechtsentwicklungen in Australien, Brasilien und China, den Schutz von Meeressäugetieren und Massnahmen zur Eindämmung der Wilderei in Afrika bis hin zur Rolle Europas als Vorreiter beim Erlass strenger Tierschutznormen. Auch die TIR gehörte zu den Referierenden. Der Geschäftsleiter der TIR, Dr. Gieri Bolliger, betonte in seinem Vortrag «Animal Welfare in the Constitutions of the World» die Bedeutung der Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung als starkes Fundament für einen griffigen rechtlichen Schutz von Tieren.

Wie schon 2014 durfte auch dieses Jahr eine Delegation der TIR auf Einladung von CALS der Konferenz beiwohnen. Die TIR-Mitarbeitenden hatten zudem die Möglichkeit, das Oregon National Primate Research Center zu besichtigen, wo sowohl Primaten für Tierversuche gezüchtet werden als auch Forschung an Tieren betrieben wird. Weiter stand auf dem Programm der TIR-Delegation auch eine Führung durch die Auffangstation der Organisation Wolf Haven International, die sich für den Schutz von Wölfen und deren natürlichen Umgebung stark macht und auch Wölfe aus Gefangenschaft bei sich aufnimmt. Der Besuch vermittelte einen faszinierenden Eindruck der wichtigen Tier- und Artenschutzarbeit der Organisation.

Im Verlauf der vergangenen Jahre konnte die TIR eine enge und sehr gute Zusammenarbeit mit CALS aufbauen. TIR-Geschäftsleiter Gieri Bolliger hat seit 2014 einen Lehrauftrag an der Lewis & Clark Law School für Comparative International Animal Law. Ausserdem hat Vanessa Gerritsen, stellvertretende Geschäftsleiterin der TIR, im August dieses Jahres gemeinsam mit Natasha Dolezal, Animal Law Program Director von CALS und Director des Kenya Legal Projects, während mehrerer Wochen Kenia und Simbabwe bereist, um sich an Konferenzen und in zahlreichen Gesprächen mit Fachpersonen vor Ort ein Bild der Situation bezüglich Wilderei und Handel mit Wildtieren und illegal gewonnenen Tierprodukten zu machen. Ferner haben CALS und die TIR ein Austauschprogramm lanciert, in dessen Rahmen sie sich gegenseitig Praktikumsplätze für ausgewählte Tierschutzjuristen anbieten.

Die TIR bedankt sich bei den Organisatoren der Animal Law Conference ganz herzlich für die Einladung zur Konferenz, die Gastfreundschaft und den erneut äusserst gelungenen Kongress.

Sie konnte viele interessante Eindrücke und Ideen sammeln, wertvolle neue Kontakte knüpfen und bereits bestehende weiter intensivieren. Die TIR ist hoch erfreut über das grosse Engagement zahlreicher Juristen aus der ganzen Welt auf dem Gebiet des rechtlichen Tierschutzes.

(li/Tier im Recht)

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