TV-Debatte der US-Republikaner
publiziert: Mittwoch, 6. Jun 2007 / 08:45 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 6. Jun 2007 / 09:07 Uhr

Manchester - Anwärter der Republikaner auf das US-Präsidentenamt haben in ihrer dritten Fernsehdebatte die Haltung der Demokraten zum Irak-Krieg scharf kritisiert.

Bislang gilt Rudolph Giuliani Umfragen zufolge als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner.
Bislang gilt Rudolph Giuliani Umfragen zufolge als aussichtsreichster Kandidat der Republikaner.
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Der Einmarsch der US-Armee im Irak im Jahr 2003 «war absolut richtig», das geständen sich die Demokraten allerdings nicht ein, sagte der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani am Dienstag (Ortszeit) in der live im Fernsehen übertragenen Debatte: Es sei nicht möglich gewesen, Saddam Hussein im Irak an der Macht zu lassen und gleichzeitig einen Krieg gegen den Terror zu führen.

Senator John McCain griff die frühere First Lady und demokratische Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton an, die angekündigt hatte, im Fall ihrer Wahl werde sie den Irak-Feldzug beenden: Wenn Clinton behaupte, der Irak-Krieg sei der Krieg von US-Präsident George W. Bush, dann habe sie nicht verstanden, «dass Präsidenten keine Kriege verlieren».

Bushs Krieg?

Auch Parteien verlören keine Kriege, betonte McCain. Er, McCain, habe während der Amtszeit von US-Präsident Bill Clinton schliesslich auch nicht gesagt, der US-Militäreinsatz in Bosnien sei «Präsident Clintons Krieg» gewesen.

Hillary Clinton hatte bei der zweiten TV-Debatte der Demokraten am Sonntag ihre Forderung nach einem Truppenabzug der USA aus dem Irak bekräftigt und gesagt: «Dies ist George Bushs Krieg - er ist verantwortlich für diesen Krieg, er hat ihn begonnen, er hat ihn schlecht geführt, er hat ihn eskalieren lassen, und er weigert sich, ihn zu beenden.»

Wahlkampf an der Ostküste

Die Demokraten hatten ihre TV-Debatte am selben Schauplatz wie die Republikaner veranstaltet, einer Eishockey-Arena im US-Bundesstaat New Hampshire. Der Ostküstenstaat ist im Präsidentenwahlkampfvon grosser Bedeutung, weil hier traditionell die ersten Vorwahlen stattfinden, bei denen die Kandidaten der Parteien bestimmt werden.

Bislang gilt Giuliani Umfragen zufolge als aussichtsreichster Anwärter auf die Kandidatur, auch wenn die Unterstützung für ihn in jüngster Zeit nachgelassen hatte - unter anderem wegen seiner vergleichsweise liberalen Haltung zu Abtreibung und sozialen Fragen.

(bert/sda)

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