Telstar 1 von Atombombe zerstört
TV-Satellit feiert 50. Geburtstag
publiziert: Dienstag, 10. Jul 2012 / 15:13 Uhr

Vor exakt 50 Jahren begann die Ära der Satellitenkommunikation: Am 10. Juli 1962 schoss die NASA in Cape Canaveral den ersten aktiven Kommunikationssatelliten ins All.

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Dank Telstar 1 konnte Ende Juli 1962 erstmals Live-Fernsehen zwischen Amerika und Europa übertragen werden. Dieser erste Kommunikationssatellit war allerdings nur 226 Tage aktiv. Durch einen ausseratmosphärischen Atombombenversuch der USA wurde er so stark beschädigt, dass er im Februar 1963 komplett ausfiel.

Trotzdem steht er bis heute für den Beginn der Satelliten-Ära. «Der Start von Telstar 1 stellt einen Meilenstein dar. Durch die Satellitentechnologie wurde es möglich, weltweit Fernsehbilder in Echtzeit zu übertragen», sagt Dieter Kempf, Präsident des deutschen Branchenverbands BITKOM. Seitdem hat sich die Satelliten-Technologie zu einem grossen Erfolg entwickelt: Nach aktuellen Schätzungen sind derzeit knapp 1 000 Satelliten im Einsatz. Ihr Vorteil: Sie ermöglichen Fernsehempfang und Internetzugang auch an Orten ohne Festnetz- oder Mobilfunkzugang.

Heutige TV-Satelliten sind wesentlich leistungsfähiger

Kommunikationssatelliten haben die Verbreitung des Fernsehens stark vorangetrieben. Nach Angaben des BITKOM kann ein Satellit heute bis zu 500 Fernsehkanäle gleichzeitig übertragen. Zum Vergleich: Die Übertragungskapazität von Telstar 1 lag 1962 bei einem Fernsehkanal. Auch in Deutschland ist der Fernsehempfang per Satellit weit verbreitet: Insgesamt empfangen mehr als 17 Millionen Deutsche Fernsehen per Satellit. Dabei ist das Signal nicht mehr mit dem von Telstar 1 vergleichbar. Am 30. April 2012 wurde der analoge TV-Empfang über Satellit abgeschaltet. Seitdem sind nur noch digitale Kanäle per Satellit in Deutschland zu empfangen.

Satelliten bieten auch die Möglichkeit der Breitband-Anbindung

Auch als Zugang zum Internet werden Satellitenverbindungen genutzt. Etwa 35 000 deutsche Haushalte werden nach Angaben der deutschen Bundesnetzagentur derzeit per Satellit mit Internet versorgt, mehr als 100 000 Bundesbürger kommen per Satellit ins World Wide Web. Insbesondere in entlegenen Regionen, die nur schwer mit Festnetz oder Mobilfunk erreicht werden können, bietet die Satellitentechnologie eine Alternative. Kempf: «Internet via Satellit ist eine interessante Reservetechnologie für die letzten verbliebenen weissen Flecken auf der Breitbandlandkarte, die auch mit der neuen Technologie LTE kurzfristig nicht erschlossen werden können.»

(Marc Kessler/teltarif.ch)

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