TV ist nicht tot - im Gegenteil
publiziert: Samstag, 9. Feb 2008 / 16:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2008 / 07:18 Uhr

London - Der TV-Konsum wird sich auch in den kommenden Jahren auf einem hohen Niveau halten. Glaubt man einer aktuellen britischen Studie soll es in den nächsten fünf Jahren sogar ein Zuschauerwachstum geben.

Die Zukunft für das Medium Fernsehen sehe besser aus, als zunächst angenommen, so die Untersuchung.
Die Zukunft für das Medium Fernsehen sehe besser aus, als zunächst angenommen, so die Untersuchung.
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Laut den Untersuchungen von Attentional wird der TV-Konsum in Grossbritannien insgesamt um fünf Prozent zunehmen. Auch die von Werbetreibenden besonders geliebte Gruppe der 18- bis 34-Jährigen dürfte demnach zulegen. Die Zukunft für das Medium Fernsehen sehe besser aus, als zunächst angenommen, so die Experten aus der Publikumsforschung.

Grossereignisse sind wichtig

Die optimistische Prognose überrascht, gehen viele Medienexperten doch eher von einem Rückgang des klassischen Fernsehkonsums aus. Wenig erfreulich waren auch die letzten Erhebungen der media control in Deutschland, wonach 2007 vor allem die jüngeren Zielgruppen sich immer deutlicher vom TV abwendeten. Allerdings habe es für die rückläufige Fernsehnutzung auch konkrete Gründe gegeben, räumt die Arbeitsgemeinschaft für Fernsehforschung (AGF) ein.

«Die im Jahr 2007 zurückgegangene Fernsehnutzung lässt sich sicherlich auf die fehlenden Grossereignisse wie die Fussball-Weltmeisterschaft zurückführen, die 2006 zu einem überdurchschnittlichen Fernsehkonsum führte», so Anke Weber, Leiterin der Geschäftsstelle der AGF. Und auch das extrem gute Wetter im ersten Halbjahr 2007 habe dazu beigetragen, dass die Menschen weniger fern schauten.

Ältere Zuschauer nutzen digital

Einer der Hauptgründe für das prognostizierte Wachstum des TV-Konsums seien ältere Zuseher, die immer mehr Gebrauch von digitalen Kanälen machen und damit insgesamt mehr fernsehen. Und auch jüngere Zielgruppe, die Mehrkanal-Systeme bisher weniger genutzt hatten, würden langsam nachziehen.

Begleitet werde der Trend von sinkenden Preisen. «Die Fernsehanstalten arbeiten hart daran, das junge Publikum anzusprechen und weiterhin zu halten», heisst es in dem Attentional-Bericht. Dieses Ziel verfolgen die Sender nicht zuletzt mit umfassenden Promotion-Aktionen im Internet.

Kinder schauen weniger

Die einzige Zielgruppe, der die Erhebung eine negative Entwicklung voraussagt, sind Kinder zwischen vier und 15 Jahren. Ein dauerhafter Rückgang der täglichen Sehdauer, kombiniert mit einer sinkenden Population werde innerhalb der kommenden fünf Jahre ein Minus von vier Prozent bringen.

Insgesamt befänden sich die Fernsehsender in einer viel besseren Situation als verbreitet diskutiert werde, so Farid El-Husseini, Head of Econometrics bei Attentional. Die Rückgänge aus den Jahren 2004 und 2005 sollen sich seiner Einschätzung nach - zumindest in Grossbritannien - nicht wiederholen.

(fest/sda)

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