Täter wollte Post in Kirchberg sprengen
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 16:43 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 17:11 Uhr

Kirchberg - Ein Unbekannter hat am Morgen die Post im bernischen Kirchberg überfallen. Der Mann bedrohte die Anwesenden mit einer Faustfeuerwaffe und drohte, das Gebäude in die Luft zu sprengen.

Die Polizei evakuierte das gesamte Gebäude und sperrte es weiträumig ab. (Archivbild)
Die Polizei evakuierte das gesamte Gebäude und sperrte es weiträumig ab. (Archivbild)
Zur Tatzeit gegen 11.15 Uhr seien «ein paar Leute» in der Post gewesen, darunter auch Kunden, sagte Stefanie Gerber, Sprecherin der Kantonspolizei Bern, auf Anfrage. Wie viele Leute genau in der Post waren, konnte Gerber noch nicht sagen. Sie gehe aber davon aus, dass es nur ein paar wenige gewesen seien.

Der gebrochen Deutsch sprechende Mann verlangte Geld, wie das zuständige Untersuchungsrichteramt und die Kantonspolizei Bern mitteilten. Der Täter trug nach Angaben der Behörden einen schwarzen Kopfüberzug. Um den Mund hatte er ein rotes Halstuch geschlungen.

Mit seiner Beute flüchtete der Mann schliesslich aus der Post, stieg in ein Auto und fuhr weg. Zurück liess er zwei schwarze Taschen mit angeblichen Bomben darin.

Die Polizei evakuierte umgehend das gesamte Gebäude und sperrte es weiträumig ab. Spezialisten machten die beiden deponierten Taschen unschädlich. Verletzt wurde niemand.

Ob sich in den Taschen tatsächlich Sprengsätze befanden oder nicht, ist noch offen. Diese Frage sei noch Gegenstand der Ermittlungen, führte Gerber aus. Noch ungeklärt ist auch, wie viel Geld der Mann mitlaufen liess.

(fest/sda)

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