Talfahrt der FPÖ setzt sich fort
publiziert: Sonntag, 10. Apr 2005 / 19:31 Uhr

Bregenz - Die Talfahrt der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) hat sich nach der Parteispaltung durch den langjährigen Chef, Jörg Haider, fortgesetzt. Bei den Gemeinderatswahlen im Bundesland Vorarlberg verlor sie jeden dritten Wähler.

Wolfgang Schüssels Partei ging als grosse Wahlsiegerin hervor.
Wolfgang Schüssels Partei ging als grosse Wahlsiegerin hervor.
Die FPÖ rutschte damit vom zweiten auf den dritten Platz. Klarer Wahlsieger war die konservative ÖVP des österreichischen Bundeskanzlers Wolfang Schüssel mit 45,4 Prozent (plus 1 Prozent), vor den oppositionellen Sozialdemokraten (SPÖ) mit 15,6 Prozent (plus 2,4). Die FPÖ erreichte noch 11,5 Prozent.

Haider hatte in der vergangenen Woche die FPÖ verlassen und das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) ins Leben gerufen. Die neue Partei werde bis zu 15 Prozent der Stimmen erringen, kündigte Haider an.

Kurzzeitige Nummer Zwei im Lande

Der langjährige Oppositionsführer und heutige Landeshauptmann (Ministerpräsident) von Kärnten hatte die FPÖ seit Mitte der 80er Jahre von Sieg zu Sieg geführt und sie 1999 kurzzeitig zur politischen Nummer Zwei im Lande gemacht.

Seitdem ist die FPÖ, in der Bundesregierung Juniorpartner der ÖVP, durch innerparteiliche Kämpfe bei fast allen Wahlen dramatisch abgerutscht. Inzwischen sind fast alle FPÖ-Abgeordneten im Nationalrat (Parlament) zur BZÖ gewechselt.

(rr/sda)

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