Taliban geben Tötung bekannt
publiziert: Sonntag, 8. Apr 2007 / 15:40 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Apr 2007 / 21:12 Uhr

Kandahar - Die Taliban haben offenbar den Journalisten und Übersetzer der italienisch-schweizerischen Ex-Geisel Daniele Mastrogiacomo getötet.

Taliban: Adjmal Naqshbandi habe sterben müssen, weil die Regierung nicht verhandeln wollte.
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«Wir haben viel Geduld gehabt, aber die Regierung hat unsere Forderungen nicht erfüllt. Deshalb haben wir Adschmal Nakschbandi heute getötet», sagte ein Sprecher von Taliban-Chef Mullah Dadullah gegenüber westlichen Nachrichtenagenturen.

Der afghanische Geheimdienst bestätigte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Padschwok die Angaben der Taliban.

Ein westlicher Diplomat, der ungenannt bleiben wollte, erklärte unter Berufung auf afghanische Sicherheitskreise, dass Nakschbandi in der südlichen Provinz Helmand ermordet worden sei.

«Feiger» Mord

Der UNO-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, verurteilte den «sinnlosen Mord» und forderte, die Rechte von Journalisten müssten von allen anerkannt werden.

Mastrogiacomo äusserte sich in der Onlineausgabe von «La Repubblica» erschüttert über den «feigen» Mord an seinem einstigen Dolmetscher.

Der 23-jährige Nakschbandi war am 5. März zusammen mit dem «Repubblica»-Korrespondenten Mastrogiacomo und dessen Fahrer verschleppt worden. Der Fahrer wurde umgebracht, Mastrogiacomo hingegen kam nach zwei Wochen frei. Als Gegenleistung entliess Afghanistan fünf Taliban aus dem Gefängnis.

Ausnahme

Für eine Freilassung von Naqshbandi hatten die Taliban die Entlassung weiterer Kämpfer aus der Haft gefordert. Präsident Hamid Karzai hatte dies abgelehnt. Der Fall Mastrogiacomo sei eine Ausnahme gewesen.

Zur Zeit sind zwei französische Mitarbeiter einer Hilfsorganisation sowie ihre drei afghanischen Berater in der Gewalt der Taliban.

Über ihr Schicksal sollte laut einem Sprecher der Islamisten nach einer Entscheidung über Nakschbandi befunden werden.

(li/sda)

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