Taliban weiten Einfluss in Afghanistan aus
publiziert: Montag, 8. Dez 2008 / 13:36 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Dez 2008 / 16:14 Uhr

Kabul - Die radikalislamischen Taliban haben ihren Einfluss in Afghanistan offenbar erheblich ausgeweitet. Sie seien mittlerweile auf 72 Prozent des Landesterritoriums präsent, heisst es in einer Studie.

Die ISAF auf dem Rückzug? In 72 Prozent des Landes sind die Taliban präsent.
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Im vergangenen Jahr lag der Vergleichswert bei 54 Prozent. Vor allem im Süden des Landes beherrschen die Taliban dem Bericht der europäischen Expertengruppe International Council on Security and Development (ICOS) zufolge viele Städte und Dörfer.

Gemäss ICOS stehen sie mittlerweile auch «vor den Toren der Hauptstadt»: Es sei den Rebellen gelungen, zahlreiche Stützpunkte in der Nähe von Kabul zu schaffen.

Taliban kontrollieren drei der vier Zufahrtsstrassen

Auch drei der vier wichtigen Zufahrtsstrassen nach Kabul werden dem Bericht zufolge von den Taliban kontrolliert. Die Strasse nach Westen führe bereits nach einer halben Stunde durch unsicheres Gebiet, die Strasse nach Osten könne nur eine Stunde lang ohne Probleme befahren werden. Unsicher ist demnach auch die Strasse in die südliche Provinz Logar.

Sieben Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes gebe es Anzeichen dafür, dass die Islamisten das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewännen, schreibt ICOS. Mit den NATO-Truppen und der afghanischen Regierung seien die Menschen dagegen zunehmend unzufrieden.

Kampf gegen den Opium-Anbau

Als Hauptgründe werden der Kampf gegen den Opium-Anbau, der Tod von Zivilisten bei Luftangriffen und die hohe Arbeitslosigkeit genannt.

Das afghanische Aussenministerium wies die Darstellung der europäischen Experten zurück. Die problematischen Bereiche beschränkten sich auf wenige Bezirke im Süden und Osten des Landes, teilte das Ministerium in Kabul mit. Für die Studie habe ICOS «sporadische» Aktivitäten der Taliban medienwirksam überbewertet.

(tri/sda)

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