Extremistische Schule in Israel geschlossen
Talmud-Schüler greifen Palästinenser und Soldaten an
publiziert: Mittwoch, 2. Nov 2011 / 07:59 Uhr
Extremistische auslegung des Talmud.
Extremistische auslegung des Talmud.

Jerusalem - Das israelische Bildungsministerium hat die Schliessung einer extremistischen Talmud-Schule in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland angeordnet.

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Die Schliessung der Schule in der Siedlung Jitsar in der Nähe von Nablus sei infolge «von Übergriffen gewisser Schüler auf Palästinenser und die israelische Armee» beschlossen worden, meldete das Staatsfernsehen. Mehrere Schüler der Religionsschule waren vergangene Woche vom Geheimdienst wegen Angriffen auf Araber vernommen worden.

Besonders militante jüdische Siedler praktizieren eine Politik der Vergeltung für jeden Schritt der israelischen Behörden gegen die Siedlungen. Dabei greifen sie Palästinenser an, zuletzt aber auch vermehrt israelische Soldaten und israelische Friedensaktivisten.

Zwei Rabbiner des nun geschlossenen Seminars hatten in Israel einen Skandal ausgelöst mit einem Buch, in dem sie es unter «gewissen Umständen» für rechtens erklärt hatten, Nicht-Juden zu töten.

(bert/sda)

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