Tamiflu teilweise ohne Rezept – Mangel an Masken
publiziert: Donnerstag, 13. Aug 2009 / 12:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Jan 2011 / 19:09 Uhr

Zürich/Zug/St. Gallen – In einigen Schweizer Apotheken wird das Grippemittel Tamiflu auch ohne Rezept abgegeben, wie ein Test von news.ch ergab. Apotheker verweisen überdies häufig auf Lieferprobleme bei Schutzmasken aufgrund der erhöhten Nachfrage seit Beginn der Schweinegrippe.

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Weiterführende Links zur Meldung:

Merkblatt des Bundesamtes für Gesundheit.
Grippe-Pandemie: Wichtig für alle mit Symptomen.
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Ein bisschen Überredungskunst genügt: «Nächste Woche fliege ich nach Südamerika. Ich muss in den USA umsteigen». Das überzeugte vier von sechs Zürcher Apotheker, die schliesslich bereit waren, Tamiflu auch ohne ärztliches Rezept auszuhändigen.

«Das scheint mir etwas leichtfertig», sagt Stephan Dörig, Heilmittelinspektor des Kantons Zürich. Gemäss kantonaler Heilmittelverordnung dürfen Apotheker nur in begründeten Ausnahmefällen, etwa bei Abwesenheit des Arztes, rezeptpflichtige Arzneimittel abgeben.

Tamiflu ist nicht ganz harmlos. Es sollte erst eingenommen werden, wenn der Verdacht einer Schweinegrippe-Ansteckung durch einen Arzt bestätigt wird, weil sonst Resistenzen auftreten könnten.

Kein Pardon dagegen in der Innerschweiz und Ostschweiz: Die getesteten neun Apotheken in den Kantonen Zug, Schwyz und St. Gallen verlangten durchweg alle ein Zeugnis des Hausarztes. Es gebe ohnehin keinen Grund, Tamiflu zu verteilen, meinte eine Zuger Apothekerin. Normales Verhalten und Händewaschen genüge.

Schutzmasken sind Mangelware

Für Diskussionsstoff sorgen die Engpässe bei den Schutzmasken. Bei zwei von insgesamt zehn befragten Apotheken waren die Schutzmasken ausverkauft, bei anderen waren nur noch wenige erhältlich. «Wir erhalten Schutzmasken erst wieder im September», sagt etwa Barbara Ruesch, Inhaberin der Rigi Apotheke in Goldau. Sie kann momentan nur noch die etwas teurere Version an Masken anbieten.

Gar keine Schutzmasken mehr im Sortiment hat die Migros. «Wir warten auf die Lieferung, wissen aber noch nicht, wann diese eintreffen wird», so Migros-Sprecherin Martina Bosshard.

Grössere Vorräte an Schutzmasken hat dagegen noch Coop, der diese bei der Promedical AG in Glarus bezieht, wie Coop-Sprecher Karl Weishaupt bestätigt. Der Ladenpreis liegt bei 4.90 Franken für 50 Stück. «Wir verkaufen gessamtschweizerisch rund 4000 Masken pro Tag», erklärt Weisshaupt. Das Bundesamt für Gesundheit hat jüngst die Anschaffung von 50 Schutzmasken pro Person empfohlen.

(Harald Tappeiner/Seraina Lutz/news.ch)

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