Tamil Tigers wollen Waffenstillstand einhalten
publiziert: Dienstag, 20. Jun 2006 / 11:48 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 20. Jun 2006 / 12:39 Uhr

Colombo - In Sri Lanka wollen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) das Waffenstillstandsabkommen von 2002 wieder einhalten.

Den Mitarbeitern der Vermittlungsmission werde Schutz zugesichert, hiess es.
Den Mitarbeitern der Vermittlungsmission werde Schutz zugesichert, hiess es.
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Einen entsprechenden Brief hätten sie an die norwegischen Beobachter geschickt, sagte ein hoher LTTE-Vertreter. In dem Schreiben würde die Gruppe die Vermittlerrolle Norwegens in dem Konflikt anerkennen. Den Mitarbeitern der Sri Lanka Monitoring Mission (SRMM) werde Schutz zugesichert, solange sie in der Rebellenhochburg im Nordosten des Landes unterwegs seien.

Ferner nähmen die Rebellen in dem Brief zu einer Reihe von Fragen der Beobachtermission Stellung. Weitere Details wollte der Vertreter nicht nennen.

Noch am Montag hatten sich die Tamilen-Rebellen angesichts der eskalierenden Gewalt in dem Inselstaat kompromisslos gezeigt und auch Selbstmordattentate nicht ausgeschlossen. Die LTTE seien demnach zu jeder Strategie bereit, falls sich die jüngsten Unruhen zu einem neuen Bürgerkrieg entwickelten, hatte es geheissen.

Grösste Gewaltgewelle seit 2002

In den vergangenen Tagen war es in Sri Lanka zu den schwersten Auseinandersetzungen seit dem Beginn des brüchigen Waffenstillstands von 2002 gekommen. Allein seit Donnerstag kamen bei Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen mehr als 100 Menschen ums Leben.

Auslöser der Kämpfe war ein Anschlag auf einen Bus, bei dem am Donnerstag 64 Menschen getötet wurden. Darauf hatte die Armee mit Kampfflugzeugen Ziele nahe der nördlichen Rebellen-Hochburg Kilinochchi angegriffen.

Die Befreiungstiger hatten zu Zeiten des Bürgerkriegs in den 80er und 90er Jahren immer wieder Selbstmordattentate verübt. Sie kämpfen für einen unabhängigen Tamilenstaat im Norden Sri Lankas, den sie bereits weitgehend kontrollieren.

Während des Konflikts starben bisher rund 65 000 Menschen. Allein in diesem Jahr kamen nach Angaben internationaler Beobachter mehr als 700 Menschen in Sri Lanka bei Kämpfen und Anschlägen ums Leben, rund die Hälfte davon Zivilisten.

(ht/sda)

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