Tatverdächtiger in die Schweiz ausgeliefert
publiziert: Donnerstag, 20. Sep 2012 / 11:18 Uhr
Tödlicher Streit vor Zürcher Klub: Tatverdächtiger ausgeliefert
Tödlicher Streit vor Zürcher Klub: Tatverdächtiger ausgeliefert

Zürich - Der 21-jährige Mann, der im Juli vor dem Zürcher Klub Kaufleuten einen 23-Jährigen im Streit getötet haben soll, ist in die Schweiz ausgeliefert worden. Der Mann hatte sich nach der Tat nach Norwegen abgesetzt. Der Staatsanwalt stellte Antrag auf Untersuchungshaft.

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Der Tatverdächtige sitzt derzeit in Zürich in Haft, wie es in einer Mitteilung der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft vom Donnerstag heisst. Der 21-Jährige war am Dienstag von Norwegen in die Schweiz ausgeliefert worden. Am Mittwoch wurde er erstmals vom zuständigen Staatsanwalt einvernommen.

Zu den gemachten Aussagen des Beschuldigten wollte Staatsanwalt Michael Scherrer auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda «aus ermittlungstaktischen Gründen» nichts sagen. Scherrer geht davon aus, dass das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft noch am Donnerstag oder spätestens am Freitag anordnen wird.

Was genau am frühen Sonntagmorgen des 15. Juli vor dem Zürcher Klub geschah, ist weiterhin nicht klar. Sicher ist, dass es gegen 4 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern gekommen war. Im Verlauf dieses Streits wurden ein 23-Jähriger erstochen und dessen 20-jähriger Bruder schwer verletzt.

Bruder des Opfers wird befragt

Wie es dem Bruder des Getöteten geht, konnte der Staatsanwalt nicht sagen. Der 20-jährige sei von der Polizei aber zum Streit befragt worden. «Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen», sagte Scherrer. Dies war bis jetzt auch nicht möglich, weil Aussagen von Opfern und Zeugen in Anwesenheit des Beschuldigten durchgeführt werden müssen.

«Zur Schonung der Opfer schaut man, dass sie möglichst nur ein- oder zweimal befragt werden», sagte Scherrer. Damit sie einander nicht gegenübersitzen müssen, wird die Befragung per Video übertragen.

Weil die Tat an einem öffentlichen Ort geschah, gibt es zahlreiche weitere Zeugen. Auch diese müssen noch befragt werden. «Es werden nun umfangreiche Ermittlungen stattfinden», sagte der zuständige Staatsanwalt.

Der mutmassliche Täter war nach dem Streit geflüchtet. Noch in der gleichen Nacht hatte er sich ins Ausland abgesetzt. Rund zwei Wochen später, am 29. Juli, wurde er in Norwegen aufgrund eines internationalen Haftbefehls verhaftet. Es folgte ein aufwändiges Auslieferungsverfahren, welches mit der Überstellung abgeschlossen wurde.

(alb/sda)

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Genau!
«Zur Schonung der Opfer schaut man, dass sie möglichst nur ein- oder zweimal befragt werden» Wenn Opfer überhaupt je befragt werden. Zumindest im Kt. TG ist es derwil so, dass Opfer schwer krimineller Straftaten weder befragt noch geschützt werden vor Straftätern und ihren Komplizen, die die Straftatenopfer bedrohen und gewalttätig angreifen und verletzen.
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