Tausende Fundstücke des irakischen Nationalmuseums fehlen weiterhin
publiziert: Montag, 23. Feb 2009 / 14:39 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Feb 2009 / 14:59 Uhr

Bagdad - Sechs Jahre nach der grossen Plünderung hat das irakische Nationalmuseum seine Pforten wieder für Besucher geöffnet. Raubgut aus dem Irak soll auch in der Schweiz aufgetaucht sein.

Es wurden 19'000 wertvolle archäologische Ausstellungsstücke aus dem Nationalmuseum entwendet.
Es wurden 19'000 wertvolle archäologische Ausstellungsstücke aus dem Nationalmuseum entwendet.
Von den rund 19'000 wertvollen archäologischen Fundstücken, die während der US-Invasion im Frühjahr 2003 aus den Ausstellungsräumen und Magazinen des Museums gestohlen worden waren, sind bis dato erst 4000 wieder aufgetaucht.

Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki sprach in Bagdad in seiner Eröffnungsrede von einer «Welle der Ignoranz», die nach dem Einmarsch der US-Truppen im Irak über das Land hinweggerollt sei. Der Staatsminister für Tourismus und Altertümer, Kahtan al-Dschiburi, bezeichnete die Plünderer von damals als «Feinde der Zivilisation».

«Ich danke allen Ländern, die dem Irak zur Seite stehen bei der weltweiten Suche nach seinem Kulturgut», betonte der Ministerpräsident.

Auch in der Schweiz ist anscheinend Raubgut aus dem Irak aufgetaucht. So wurde vergangenen Dezember in Zürich eine mesopotamische Steinplatte mit Keilschrift sichergestellt, die höchstwahrscheinlich illegal aus dem Irak exportiert wurde. Der Fall sei aber noch hängig, sagte Benno Widmer vom Bundesamt für Kultur der SDA.

(fest/sda)

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