Tausende am Christopher Street Day 2007 in Zürich
publiziert: Samstag, 2. Jun 2007 / 14:40 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Jun 2007 / 17:24 Uhr

Zürich - Unter dem Motto «Bekenne dich!» haben sich in Zürich rund 12 000 Menschen zum Christopher Street Day 2007 getroffen. Mit ihnen feierte auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit - ein Vorbild in Sachen Coming-Out.

Klaus Wowereit lockte die Massen an. (Archivbild)
Klaus Wowereit lockte die Massen an. (Archivbild)
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Noch während des Wahlkampfes zum Stadtoberhaupt der deutschen Hauptstadt hatte sich Wowereit zu seiner Homosexualität bekannt.

Der Berliner war dann auch der Grund, weshalb trotz des nasskalten Wetters bereits rund 2000 Menschen zum politischen Teil des Tages auf den Helvetiaplatz strömten, ein neuer Rekord.

Später, beim traditionellen Umzug durch die Innenstadt, wuchs die Zahl der Feiernden gar auf gut 12 000 Leute, wie die Organisatoren mitteilten - so viele wie nie zuvor an einem Christopher Street Day.

Berlins Bürgermeister richtete sich auf dem Helvetiaplatz an die Festgemeinde. «Es ist noch nicht erreicht, auch heute noch gibt es gegenüber Homosexuellen Intoleranz und Ausgrenzung», sagte Wowereit - und ernete immer wieder frenetischen Applaus. Die Gesellschaft müsse sich verändern, damit es einfacher werde, sich zu bekennen.

Konflikte mit Zürcher Polizei

Der Zürcher Gemeinderatspräsident Christoph Hug nahm in seiner Rede Bezug auf den Konflikt zwischen den Schwulen und der Polizei in der Stadt Zürich. Diese führte mehrere Razzien in Schwulenclubs durch. Unter Anwendung des Gastgewerbegesetzes will sie zudem so genannte Darkrooms verbieten.

Heidi Zingg Knöpfli, Co-Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz, bekannte sich in ihrer Rede: «Ja, ich bin evangelisch, kirchlich engagiert und gleichzeitig bejahe ich voll und ganz, Homosexuelle sind völlig gleichwertige Menschen.» Outet euch, ich bitte euch, rief sie der Menge auf dem Helvetiaplatz zu.

Nach der Kundgebung brach die Menschenmenge bei anhaltendem Nieselregen auf zum Umzug mit 13 Themenwagen. Eine Gruppe Schwuler zog einen Wagen mit einem Sarg darauf und trug symbolisch das schwule Zürcher Nachtleben zu Grabe. Auf Transparenten wurde Polizeidirektorin Esther Maurer scharf kritisiert.

Auf dem Turbinenplatz in Zürich-West stieg nach dem Umzug bis tief in die Nacht hinein eine grosse Party.

(bert/sda)

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