Neue ethnische Unruhen
Tausende auf der Flucht in Burma
publiziert: Samstag, 27. Okt 2012 / 15:20 Uhr

Rangun - Nach neuen ethnischen Unruhen in Burma sind nach UNO-Angaben tausende Menschen auf der Flucht. Die jüngsten Gefechte zwischen Buddhisten und Muslimen hätten wahrscheinlich mehr als 5500 Menschen dazu veranlasst, in Richtung der bereits völlig überfüllten Flüchtlingslager im Westen des Landes zu fliehen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Wie das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Samstag mitteilte, handelt es sich bei den Flüchtlingen vorwiegend um Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya. In den vergangenen Tagen wurden im Bundesstaat Rakhine bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Buddhisten und Muslimen nach jüngsten Behördenangaben mindestens 67 Menschen getötet.

Die Lage in dem westlichen Küstenstaat hatte sich nach Zusammenstössen im Juni zunächst wieder beruhigt, doch am vergangenen Sonntag flammte die Gewalt erneut auf. Seit Juni wurden amtlichen Angaben zufolge mindestens 150 Menschen getötet, die tatsächliche Zahl dürfte aber höher liegen. Die Zahl der Flüchtlinge wird auf etwa 80'000 geschätzt.

Die Bevölkerung in Burma ist zu 89 Prozent buddhistisch, es gibt rund vier Prozent Muslime. Die Muslime in Rakhine gehören zur Volksgruppe der Rohingya, die nicht die burmesische Staatsangehörigkeit besitzen und in ihren Rechten erheblich eingeschränkt sind. Die UNO sieht die Rohingya als eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt an.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bangkok - Das thailändische Militär steht im Verdacht, mit Menschenschmugglern unter einer Decke zu stecken. Militärangehörige ... mehr lesen
Militärangehörige sollen Schleppern burmesische Flüchtlinge in die Arme getrieben haben. (Symbolbild)
Genf - Seit Beginn der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen im westburmesischen Bundesstaat Rakhine sind nach UNO-Angaben 110'000 Menschen vertrieben worden. Die Vertriebenen benötigen dringend Nahrung und Schutz. mehr lesen 
Die Weltbank stellt Burma 245 Millionen Dollar in Aussicht.
Washington - Die Weltbank hat Burma 245 Mio. Dollar an Krediten in Aussicht ... mehr lesen
Rangun - Dutzende Tote, hunderte Häuser zerstört - in Burma wächst die Gewalt gegen die muslimische Minderheit der ... mehr lesen
Die etwa 800'000 Muslime in Rakhine gehören den Rohingya an und sind laut UNO eine der am stärksten verfolgten Minderheiten der Welt.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Rangun - Hunderte Menschen haben am Internationalen Friedenstag in Rangun für eine Lösung des Konflikts mit der ethnischen Minderheit der Kachin in Burma demonstriert. Die Demonstranten forderten auch ein Ende der Kämpfe zwischen den Kachin-Rebellen und der Armee. mehr lesen 
Naypyidaw - In ihrer ersten Rede vor dem burmesischen Parlament hat Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zum Schutz der ... mehr lesen
Suu Kyi unterstützt als Oppositionsführerin natürlich hinter der Minderheit.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Myanmars neuer Präsident Htin Kyaw.
Neujahrstag  Rangun - Myanmars neuer Präsident Htin Kyaw hat zum Neujahrstag des Landes mehr als 80 Gefangene begnadigt. «Die 83 Gefangenen werden durch Amnestie freigelassen am ersten Tag von Myanmars neuem Jahr», erklärte der Politiker der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) am Sonntag. 
Htin Kyaw als Präsident in Myanmar vereidigt Naypyidaw - In Myanmar ist der Ökonom Htin Kyaw als erster ziviler Präsident ...
Aussenministerin und Leiterin des Präsidialamtes  Rangun - Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi (70) übernimmt in Myanmars neuer Regierung den eigens für sie geschaffenen Posten der ...  
Aung San Suu Kyi.
Htin Kyaw als Präsident in Myanmar vereidigt Naypyidaw - In Myanmar ist der Ökonom Htin Kyaw als erster ziviler Präsident seit mehr als 50 ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 730
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Basel 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 11°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 12°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 11°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 16°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten