Tausende demonstrieren in Bern für Frieden
publiziert: Samstag, 10. Jan 2009 / 21:15 Uhr

Bern - Über 7000 Menschen haben in Bern für Frieden im Nahen Osten demonstriert. Sie forderten Israel auf, die Militäraktion im Gaza-Streifen umgehend zu beenden und sich ganz aus Palästina zurückzuziehen. Die Kundgebung verlief friedlich.

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Aus der ganzen Schweiz reisten die Teilnehmenden an, unter ihnen auch viele Familien mit Kindern.

Zahlreiche schwenkten Friedens- oder Palästinafahnen, andere trugen Transparente mit Aufschriften wie «Peace Now», «Killing is Not a Solution» oder «Nein zur Gewalt in Gaza». Auch Fotos von Kriegsopfern waren zu sehen.

Zur Kundgebung aufgerufen hatten mehr als 50 Organisationen, darunter die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die Grünen und die SP. Bei der Besammlung erinnerten die Verantwortlichen daran, dass sie sich eine «friedliche und würdige» Demo wünschten. Zu dem Zweck hatten sie einen Verhaltenskodex herausgegeben.

Von der Schützenmatt nahe dem Bahnhof zog der Tross dann in Richtung Münsterplatz los. Angeführt wurde der Zug von den Nationalräten Jo Lang (Grüne/ZG), Joseph Zisyadis (PdA/VD) und Daniel Vischer (Grüne/ZH).

«Kriegsverbrechen» verurteilt

Auf dem prallvollen Münsterplatz lauschte die Menge bei klirrender Kälte mehreren Ansprachen. Firas Abdelhadi von der Palästinensischen Gemeinde in der Schweiz und der palästinensische Anwalt Raji Sourani verurteilten etwa die «Kriegsverbrechen, die in Gaza begangen werden».

Zu Wort meldete sich auch Guy Bollag von der Organisation «Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina». Er sagte, auf der ganzen Welt gebe es Juden, die gegen diesen Krieg seien. «Wir sind besorgt, traurig und wütend über die Eskalation der Gewalt.» Bollag verurteilte ebenso die Angriffe der Hamas auf Israel.

Die Kundgebung verlief friedlich, wie die Kantonspolizei Bern bestätigte. Gegen 17 Uhr lichtete sich das Gedränge vor dem Berner Münster und die Kundgebung löste sich auf. Jo Lang zeigte sich danach zufrieden: «Wir haben ein starkes Zeichen gesetzt.»

(bert/sda)

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