Techniker basteln an «Holodeck»
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 16:24 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 18:52 Uhr
Von einem echten Holodeck a la Star Trek ist die Technologie aber noch weit entfernt.
Von einem echten Holodeck a la Star Trek ist die Technologie aber noch weit entfernt.

Wien - Techniker der University of Southern California dringen mit «Project Holodeck» in Galaxien vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.

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Durch die Kombination eines «Oculus Rift»-Headset mit einem «Razer Hydra»-Motion-Controller und einer PlayStation Move haben die Spezialisten ein Virtual Reality System geschaffen, das es Usern ermöglicht, komplett in Spiele einzutauchen, 360-Grad-Bewegungsfreiheit inklusive. Für haptische Eindrücke sorgen integrierte Ventilatoren. Von einem echten Holodeck a la Star Trek ist die Technologie aber noch weit entfernt.

«Ich bin insgesamt skeptisch, was Virtuelle Realität angeht. Die Technik gibt es ja schon seit Jahren. Ich glaube, die Menschen stellen sich das schöner vor, als es wirklich ist. Die Steuerung ist ein grosses Problem, weil sie meist nicht intuitiv ist. Die Gestensteuerung ist nicht natürlich. In der Industrie wird die Technologie allerdings sehr wohl für Simulationen verwendet», sagt Michael Haller von der Fachhochschule in Hagenberg.

Bessere Wii

Spieler sehen via Headset ein stereoskopisches 3D-Bild mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Das Gesichtsfeld beträgt horizontal 90 Grad und vertikal 105 Grad. Die Bewegungen des Kopfes werden mit einem mit der «Playstation Move»-Technologie erfasst, die die Bewegungsdaten an das Headset weitergibt. Auch die Bewegungen des Körpers werden vom System erfasst. Durch Joggen auf der Stelle kann der User im Spiel grosse Distanzen überwinden, ohne die Grenzen des Holodecks zu sprengen. Das verzichten auf einen Controller ist aber trotzdem nicht immer möglich.

«Obwohl das Holodeck die Bewegung von Körperteilen erfasst, werden die Handbewegungen als wichtigstes Input-Werkzeug mit einem Sixense Razer Hydra Controller aufgezeichnet, um schnelle Reaktion und Genauigkeit zu garantieren. Auch die Analogsticks und Knöpfe kommen teilweise zum Einsatz», so das Techniker-Team. In das System integrierte Ventilatoren sorgen bei Bedarf für Wind, was vor allem bei Fahrten mit Vehikeln aller Art für mehr Realismus sorgen soll. Für Demonstrationszwecke haben die Entwickler ein Videospiel namens Wild Skies erschaffen.

Noch nicht fürs Wohnzimmer

Das Abenteuerspiel lässt sich komplett im Holodeck erleben. Die Spieler können Schiffe steuern, sich durch die virtuelle Welt bewegen, Waffen abfeuern und Schwertkämpfe bestehen. Derzeit handelt es sich bei dem System allerdings um einen Prototyp. Eine Verwendung im Wohnzimmer ist anfangs nicht gedacht. «Zuerst wird es die Technologie wohl in Spielhallen geben, da sie viel Platz benötigt. Längerfristig soll es aber auch eine Heimversion geben. Wir haben die Idee schon bei Microsoft und Disney Imagineering vorgestellt. Die Möglichkeiten für die Technologie sind vielfältig», sagt ein Sprecher des Teams.

(fest/pte)

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