«Technikerin» Marlies Oester tritt zurück
publiziert: Donnerstag, 4. Mai 2006 / 12:42 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Mai 2006 / 15:23 Uhr

Marlies Oester, die WM-Dritte 2003 in der Kombination, hat ihren Rücktritt bekannt gegeben.

Zahlreiche Verletzungen warfen Marlies Oester immer wieder zurück.
Zahlreiche Verletzungen warfen Marlies Oester immer wieder zurück.
Neben ihrer Knieverletzung, die sie zu einer einjährigen Wettkampfpause gezwungen hatte, gibt sie die neue Kadereinteilung als Grund für ihren Entscheid an.

«Ich bin nicht mehr bereit, mit dem B-Kader zu trainieren», sagt die 29-jährige Adelbodnerin, die elf Jahre im Weltcup mitfuhr und damit gleich lange wie die fünf Jahre ältere Sonja Nef.

Oester hatte schon vor der letzten Saison den Wunsch geäussert, vermehrt im Sommer mit Ausländerinnen zu trainieren. «Nur das bringt uns weiter.»

«Wenn dann erst drei Wochen vor Saisonbeginn die ersten Vergleiche mit starken Fahrerinnen stattfinden, ist es zu spät», sagt Oester, die als einzige «Technikerin» neben Rabea Grand den A-Kader-Status besitzt.

Bewegte Karriere

Das erste Highlight ihrer Karriere erlebte die frühere Junioren-Weltmeisterin Marlies Oester im Weltcup-Slalom in Sestriere 1996, als sie hinter Sonja Nef Zweite wurde.

Zwei weitere Höhepunkte bildeten ihr Weltcup-Sieg 2002 in Berchtesgaden und der Gewinn der Bronzemedaille an den WM in St. Moritz.

Zahlreiche Verletzungen warfen sie immer wieder zurück. «Ich hätte mehr drauf gehabt, als ich zeigen konnte», sagt Oester rückblickend. «Aber das Schicksal kann man nicht ändern.»

Symbolisches Ende

Der Kreuzbandriss, den sie sich Anfang Dezember 2005 im Training in Colorado (USA) zugezogen hatte, bildete beinahe das symbolische Ende einer Karriere. Der 16. Platz im Riesenslalalom in Sölden war ihr letztes von fast 150 Weltcup-Rennen, in denen sie 16 Mal in die Top Ten fuhr.

«So hatte ich Zeit, mich darauf einzustellen, dass es auch noch ein anderes Leben neben dem Skifahren gibt», sagt Marlies Oester, die nach einem Sprachaufenthalt eine berufsbegleitende kaufmännische Ausbildung in Angriff nimmt.

(bert/Si)

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