20% höhere Kapazität dank Optimierung
Technische Lösung gegen Stau am Gotthard
publiziert: Samstag, 29. Sep 2001 / 12:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 29. Sep 2001 / 14:13 Uhr

Göschenen UR - Mit Verkehrslenkungs-Massnahmen könnte die Kapazität des Gotthardtunnels der A2 um 20 bis 25 Prozent erhöht werden. Die ersten Resultate sind ermutigend. Ob damit das Verkehrswachstum langfristig bewältigt werden kann, ist offen.

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Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat am Samstag die Medien über Verkehrslenkungsmassnahmen auf der A2 in Uri orientiert. Deren Ziel ist es, Anlagekapazitäten optimal zu nutzen, den Verkehrsfluss zu verbessern, Stauzeiten zu reduzieren und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Täglich über 18 000 Fahrzeuge

Seit Eröffnung des Gotthardtunnels 1980 stieg die Tagesfrequenz von durchschnittlich 7900 auf 18 700 Fahrzeuge. Entsprechend nahmen die Staus zu. Heute kommt es in Richtung Süden an 56, in Richtung Norden an 60 Tagen zu Staus. Bei einer 10 Prozent Verkehrszunahme wären es 79 bzw. 88 Tage, bei einer 30-prozentigen Zunahme 122 bzw. 124 Tage. Zwar verkehren am Gotthard im Vergleich zu anderen stark belasteten Abschnitten der Nationalstrassen weniger Fahrzeuge. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Gotthardtunnel nur zweispurig und die A2 im Kanton Uri eine eigentliche Gebirgsstrasse ist.

Bessere Auslastung

Um die Situation zu entschärfen, haben der Bund sowie die Kantone Uri und Tessin Verbesserungs-Massnahmen gesucht. Deren Ziel ist es, den Gotthardtunnel an stark belasteten Reisewochenenden stabiler auszulasten.
Eine Änderung der Signalisation vor dem Nordportal zur Verbesserung des Reissverschluss-Systems, eine verbessserte Möglichkeit zum Ausweichen auf die Passtrasse sowie ein Überholverbot für den Schwerverkehr wurden bereits realisiert.
Eingeleitet wurden Massnahmen für einen besseren Verkehrsfluss auf der Gotthardrampe. Werden die Staus in die Reussebene verlegt, kann der Verkehr auf der Rampe und damit im Tunnel dosiert werden. Auch ist die Beweglichkeit der Fahrzeuge in der Ebene grösser.
Zurzeit wird auch nach Lösungen für das Erfassen zu hoher Fahrzeuge gesucht. Heute wird der Tunnel automatisch geschlossen, wenn sich ein zu hohes Fahrzeug nähert. Das führt zu Verkehrsunterbrüchen und Kapazitätsverlusten.

Trotz mehr Verkehr weniger Stau

Die ersten Resultate sind laut Roger Siegrist vom ASTRA ermutigend. Die Mitte dieses Jahres getroffenen Massnahmen erhöhten die Kapazität an Reisewochenenden im Juli um 100 Fahrzeuge pro Stunde oder um 10 Prozent. Und trotz einer Zunahme des Verkehrs in Richtung Süden um 1,35 Prozent gingen die Staustunden von 190 auf 160 zurück.
Zufrieden ist man noch nicht. Die Schwankungen der Stundenbelastungen lassen weiterhin auf viele Störungen schliessen. Lassen sich diese soweit wie möglich reduzieren, könnte laut Siegrist zusammmen mit Optimierungen im Tessin die Kapazität um rund 200 auf 1050 bis 1100 Fahrzeuge pro Stunde erhöht werden.

Laut ASTRA-Direktor Olivier Michaud haben die Massnahmen gezeigt, dass Verbesserungen am Gotthard mit der jetztigen Situaton noch möglich sind. Nicht beantworten könne er aber die Frage, ob damit das Verkehrswachstum bis 2020 bewältigt werden könne.

(ba/sda)

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