IAEA-Iran-Bericht
Teheran stoppt Ausbau des Atomprogramms
publiziert: Donnerstag, 14. Nov 2013 / 22:32 Uhr
Für den Stopp gebe es keinen technischen Grund. (Symbolbild)
Für den Stopp gebe es keinen technischen Grund. (Symbolbild)

Wien - Der Iran hat seine Fähigkeiten zur Urananreicherung in den vergangenen Monaten nicht mehr ausgeweitet. Dies geht aus einem in Wien vorgelegten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hervor. Allerdings wurde entgegen einer Resolution des UNO-Sicherheitsrats weiterhin angereichertes Uran produziert.

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Nur einige wenige Zentrifugen seien in der Haupt-Urananreicherungsanlage in Natans in Betrieb genommen worden, heisst es in dem am Donnerstag veröffentlichte Bericht. In der Anreicherungsanlage Fordo wurden demnach keine neuen Zentrifugen installiert.

Es ist der erste Bericht der IAEA über das umstrittene iranische Atomprogramm seit dem Amtsantritt des als gemässigt geltenden Präsidenten Hassan Ruhani. Mit dessen Amtsantritt habe der Iran die Ausweitung des Atomprogramm aus politischen Gründen gestoppt, sagte ein hochrangiger Diplomat in Wien. «Es gibt für diesen Stopp absolut keinen technischen Grund.»

Im Forschungsreaktor Arak, der sich in Bau befindet, wurde der Reaktorkern laut Bericht ans Kühlsystem angeschlossen. Das sei aber die einzige grössere Massnahme in jüngster Zeit gewesen.

Obama möchte Iran testen

Unterdessen untermauerte US-Präsident Barack Obama den Willen zu Verhandlungen. Man solle zunächst den in Genf begonnenen Gesprächen über das iranische Atomprogramm eine Chance geben.

«Lasst uns prüfen, wie sehr sie (die Iraner) tatsächlich willens sind, dies diplomatisch und friedlich zu lösen», sagte Obama in Washington. Der US-Präsident reagierte damit auf Bestrebungen im Kongress, weitere Sanktionen gegen die iranische Führung einzuleiten.

Neue Vereinbarung mit der IAEA

Die IAEA hat vor wenigen Tagen mit dem Iran eine neue Vereinbarung unterzeichnet, die den bisherigen Stillstand überwinden und die Inspektion von einigen Atomanlagen erleichtern soll. Die UNO-Behörde darf allerdings weiterhin keine Militäranlagen untersuchen.

Die Atomverhandlungen sollen am 20. November in Genf fortgesetzt werden. Der Westen verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel eines zivilen Programms Atomwaffen zu entwickeln. Der Iran bestreitet das.

(bert/sda)

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