Teheran wartet im Atomstreit ab
publiziert: Mittwoch, 6. Aug 2008 / 00:10 Uhr

Teheran - Teherans Antwort auf das Kooperationsangebot der fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschlands lässt weiter auf sich warten. Bei einem Schreiben des Iran an den EU-Chefdiplomaten Javier Solana handelt es sich nur um ein Telefonprotokoll.

Solana erhielt offenbar keine aussagekräftige Antwort.
Solana erhielt offenbar keine aussagekräftige Antwort.
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Ein hoher Regierungsbeamter in Teheran sagte der iranischen Nachrichtenagentur ISNA, bei einem Brief, den der iranische Botschafter in Brüssel dem EU-Aussenbeauftragten Solana überbrachte, habe es sich nicht um die Antwort auf das Angebot der internationalen Gemeinschaft gehandelt.

Es sei vielmehr eine Niederschrift eines Telefongesprächs zwischen EU-Chefdiplomat Javier Solana und dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili gewesen.

Die EU bestätigte den Erhalt eines Schreibens des Irans an die sechs Staaten, die die internationale Vorgehensweise abstimmen. Sie machte aber keine Angaben zum Inhalt. Ein EU-Diplomat nannte ihn jedoch «lachhaft».

Eindeutige Antwort gefordert

Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars gemeldet, der Iran habe seine schriftliche Antwort auf die Vorschläge der so genannten Sechsergruppe zur Beilegung des Atomstreits übergeben. Das Dokument sei vom iranischen Botschafter in Brüssel an Vertreter der Europäischen Union ausgehändigt worden.

Die fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland hatten Dschalili am 19. Juli in Genf aufgefordert, «in etwa zwei Wochen» eine «eindeutige Antwort» auf das Angebot zu geben.

In Teheran sagten Regierungsbeamte jedoch, es gebe «keine Frist» für eine Antwort: Der Iran wünsche, dass die Gespräche mit der Gruppe der Sechs fortgesetzt werde.

(ht/sda)

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