Teheran will Bedingungen für Atomgespräche stellen
publiziert: Mittwoch, 16. Jun 2010 / 15:27 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Jun 2010 / 08:13 Uhr

Teheran - Der Iran bleibt im Streit um sein Atomprogramm weiter auf Konfrontationskurs. Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte in einer vom Staatsfernsehen live übertragenen Ansprache: «Wir werden keine Zugeständnisse bei unseren Rechten machen und uns von neuen Resolutionen und Sanktionen nicht einschüchtern lassen.»

«Ihr habt euch entschieden, jetzt sind wir an der Reihe, und bald werden wir die neuen Bedingungen für Gespräche verkünden», sagte Ahmadinedschad.
«Ihr habt euch entschieden, jetzt sind wir an der Reihe, und bald werden wir die neuen Bedingungen für Gespräche verkünden», sagte Ahmadinedschad.
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«Ihr (die Weltmächte) habt euch entschieden, jetzt sind wir an der Reihe, und bald werden wir die neuen Bedingungen für Gespräche verkünden», sagte Ahmadinedschad. Zugleich bekräftigte er die Bereitschaft seines Landes zu Verhandlungen, allerdings nur auf der Basis von Respekt und nicht von Drohungen.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte vor einer Woche neue Strafmassnahmen gegen Teheran verabschiedet. Diese wurden von den USA am Mittwoch umgesetzt. Auf die Schwarze Liste der betroffenen Personen und Unternehmen seien eine Reihe weiterer Namen hinzugefügt worden, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit.

Geschäfte mit den Gelisteten untersagt

Zu ihnen gehörten unter anderem Irans Postbank, fünf «Strohfirmen» der schon vorher gelisteten staatlichen Reederei IRISL sowie Einzelpersonen und Unternehmen, die von den Revolutionsgarden abhingen. Nach dem US-Gesetz können deren Vermögen in den USA eingefroren werden; US-Bürgern sind Geschäfte mit den Gelisteten untersagt.

Der Westen verdächtigt die Führung des islamischen Staates, unter dem Deckmantel ziviler Forschung Atomwaffen entwickeln zu wollen. Der Iran beteuert, Nukleartechnik nur für friedliche Zwecke zu verwenden.

Ungeachtet des internationalen Drucks beauftragte das Parlament in Teheran am Mittwoch die nationale Atomenergiebehörde, mit der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent fortzufahren.

(ade/sda)

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