Teil der Fatah-Flüchtlinge ins Westjordanland gebracht
publiziert: Montag, 4. Aug 2008 / 23:22 Uhr

Gaza - Israel hat einen Teil der aus dem Gazastreifen geflohenen Fatah-Anhänger ins Westjordanland abgeschoben. Das Leben der Männer sei bei einer Rückkehr in das Küstengebiet in grosser Gefahr, begründete Israel die Aktion.

Israel kommt mit dem Schritt offenbar Abbas entgegen.
Israel kommt mit dem Schritt offenbar Abbas entgegen.
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Ein israelischer Armeesprecher bestätigte, mehrere Dutzend Fatah-Mitglieder würden in Bussen nach Jericho transportiert. Insgesamt hatten am Wochenende wegen der jüngsten Kämpfe zwischen der Hamas und der Fatah 180 Personen Zuflucht in Israel gesucht.

Beim folgenschwersten Ausbruch der Gewalt im Gazastreifen seit der Machtübernahme der Hamas vor gut einem Jahr waren am Samstag elf Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Mehr als 20 Verletzte wurden in israelischen Spitälern aufgenommen.

Die Gefechte hatten begonnen, als Hamas-Polizisten Angehörige eines zur Fatah gehörenden Familienclans festnehmen wollten.

Rückkehrer festgenommen

Hamas hatte vor gut einem Jahr nach einem längeren Bruderkrieg mit der Fatah gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen.

Am Sonntag waren nach einer Entscheidung des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak bereits fast 40 Flüchtlinge zurück in den Gazastreifen gebracht worden. Viele von ihnen wurden jedoch anschliessend von der Hamas festgenommen und befinden sich nach Informationen der Armee in Lebensgefahr.

Das israelische Verteidigungsministerium gab am Sonntag an, Palästinenserpräsident Abbas, führender Politiker der Fatah-Bewegung, habe gefordert, dass die Flüchtlinge in den Gazastreifen zurückkehren.

(ht/sda)

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