Telefonieren - Immer und überall
publiziert: Dienstag, 13. Mai 2003 / 09:01 Uhr

Bern - Die Handys der neusten Generation sind im Grunde keine Mobiltelefone mehr, sondern Handcomputer mit einem eingebauten Telefon. Immer mehr dieser so genannten "Smartphones" gehen über den Ladentisch und verdrängen ältere Mobiltelefone und Handhelds.

Mit dem neuen Manitoba-Chip von Intel können Telefone noch kompakter werden.
Mit dem neuen Manitoba-Chip von Intel können Telefone noch kompakter werden.
Die Kunden lieben die telefonierenden Minicomputer, die auch unterwegs per Funk Kontakt den Zugang zum Internet erlauben. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC wuchsen die Verkäufe von Smartphones weltweit im ersten Quartal im Jahresvergleich um 438,3 Prozent und gegenüber dem Vorquartal 37,6 Prozent.

Vor allem das Wachstum im Vergleich mit dem Vorquartal, dem Weihnachtsquartal, ist bemerkenswert: Im selben Zeitraum wurden nämlich insgesamt über 12 Prozent weniger Handys verkauft. Der Anteil der Smartphones an allen Mobiltelefonen nimmt also sehr markant zu.

Noch findet das Wachstum allerdings auf einem relativ tiefen Niveau statt: In absoluten Zahlen wurden im ersten Quartal nämlich nur 1,7 Millionen Smartphones verkauft. Damit ist nicht ganz jedes sechzigste verkaufte Handy heute ein Smartphone.

Handhelds stagnieren

Dazu kommt, dass gleichzeitig der Markt für Handcomputer schrumpft: Im ersten Quartal dieses Jahres wurden weltweit laut einer anderen IDC-Studie nur noch 2,45 Millionen Handhelds verkauft ein Fünftel weniger als im Vorquartal.

Der Schluss liegt deshalb nahe, dass die Kunden langsam von Handhelds zu Smartphones wechseln. Der Markt für diese Geräte dürfte also lange nicht so schnell grösser werden, wie sich das die Industrie wünscht.

E-Mail auch unterwegs

Andererseits wird das Bedürfnis von Unternehmen, ihre Mitarbeiter auch von unterwegs auf Internetressourcen zugreifen zu lassen, immer grösser. Laut einer Studie des Marktforschungsinstitutes IHA-GfK Schweiz, wollen 20 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen ihren Mitarbeitern den mobilen Zugang auf E-Mails zu ermöglichen.

Je grösser ein Unternehme ist, desto grösser ist die Bereitschaft, Mitarbeitern in Zukunft mobilen E-Mail-Zugang zu bieten. Laut IHA GfK Schweiz wollen ein Grossteil der Befragten Mails per Handy empfangen.

Fotografieren mit dem Handy

Mit Smartphones lassen sich aber nicht nur geschäftliche E-Mails abrufen. Immer mehr Telefone sind mit einer Digitalkamera ausgestattet, manche sind auch in der Lage, digitale Musik abzuspielen. Das Telefon mutiert so zum kleinen Unterhaltungszentrum.

Allerdings legen die Benutzer dabei ungeahnt viel Kreativität an den Tag. So kommt es immer häufiger vor, dass Handybesitzer mit ihren Telefonen Fotos schiessen, sie aber statt als teure MMS-Botschaft über das Mobilfunknetz zu verschicken, wie sich das die Handynetzbetreiber vorstellen, direkt über die Datenfunkverbindung Bluetooth an ein anderes Handy senden.

Handy auf einem Chip

Künftig dürften noch mehr Geräte das Telefonieren lernen. Möglich macht das ein neuartiger Chip von Intel, der alle wesentlichen Funktionen eines Mobiltelefons auf einem Chip vereint.

Die wesentlichen Funktionen eines Mobiltelefons sind eine Rechenfunktion, eine Speicherfunktion und die Fähigkeit, digitale Signale zu verarbeiten, sprich: Zu telefonieren. Genau diese drei Fähigkeiten hat Intel jetzt auf einem neuen Chip Namens "Manitoba" vereint.

Neue Gerätegeneration

Manitoba wird es ermöglichen, Mobiltelefone noch kleiner zu bauen und noch mehr Geräte mit der Fähigkeit auszustatten, unterwegs zu telefonieren. Die Fähigkeit, unterwegs mit dem Internet Kontakt aufzunehmen, wird so selbstverständlich werden wie die Einschalttaste.

Smartphones sind deshalb Vorreiter einer neuen Gerätegeneration, die mit Telefonen ausser der Fähigkeit, Telefonieren zu können, nichts mehr gemeinsam hat.

(Matthias Zehnder, (Quelle: MID))

 
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