Telefonieren wird zur Nebensache
publiziert: Montag, 19. Jul 2004 / 19:40 Uhr / aktualisiert: Montag, 19. Jul 2004 / 20:39 Uhr

Mit den neuen Multimedia-Handys und Smartphones bekommt das Telefonieren für Mobilfunkkunden einen immer geringeren Stellenwert. Ein Studie zeigt eindeutige Veränderungen von Nutzerverhalten auf in den kommenden Jahren.

Immer mehr Menschen ersetzen ihre alten Geräte durch SmartPhones.
Immer mehr Menschen ersetzen ihre alten Geräte durch SmartPhones.
Der aktuellen Mobinet-Studie zufolge, die von der Top-Managementberatung Kearney gemeinsam mit der Cambridge University durchgeführt wurde, gaben 41 Prozent der 4 500 befragten Handybesitzer aus 13 Ländern an, bis zum Ende des nächsten Jahres regelmässig und intensiv mobile Datendienste nutzen zu wollen.

Das sind vier Mal so viele wie im vergangenen Jahr. Deutschland ist im europäischen Vergleich derzeit führend, wenn es um mobile Datenkommunikation geht. Im Mittelpunkt des Interesses stehen für die Nutzer dabei vor allem E-Mails, Spiele, Musikdownloads, Fotonachrichten und aktuelle Nachrichten.

"Mit einer Vervierfachung der Nutzungsabsichten haben die mobilen Datendienste in Hinblick auf Kundeninteresse und -akzeptanz Massenmarktniveau erreicht", sagt Martin Sonnenschein, als Vice President bei A.T. Kearney in Zentraleuropa zuständig für den Bereich Telekommunikation und Hightech.

Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: Der Anteil von Nutzern, die bereits über ein Multimedia-Handy oder ein Smartphone verfügen, hat sich auf 49 Prozent erhöht. Zudem haben zahlreiche zentrale Datendienste das Erprobungsstadium längst verlassen und bei den wesentlichen Zielgruppen Penetrationsraten von über 25 Prozent erreicht.

Nutzungsgebühren zu hoch?

Als Grund dafür, mobile Datendienste noch nicht regelmässig und intensiv zu nutzen, gaben 35 Prozent der Befragten zu hohe Nutzungsgebühren und 18 Prozent mangelnde Zugriffszeiten an.

Während es hier im Vergleich zum vergangenen Jahr kaum Veränderungen gab, stieg der Anteil derer, die Sicherheit und den fehlenden Schutz der Privatsphäre als Hinderungsgrund nannten, von zehn auf aktuell 22 Prozent.

Eine weitere Optimierung und Verbesserung der Sicherheitsstandards wird zudem die Benutzung mobiler Zahlungssysteme steigern, so die Aussage der Studie.

Rechnung per Telefon

Bereits zehn Prozent gaben an, Services regelmässig über ihre Telefonrechnung zu bezahlen. Im letzten Jahr waren dazu lediglich drei Prozent bereit.

Die weltweit höchste Nachfrage besteht derzeit bei Fotonachrichten MMS, Unterhaltungsangeboten und Informationsdiensten: Jeder fünfte Mobilfunkkunde besitzt bereits ein Kamerahandy, mehr als jeder zweite Nutzer verschickt oder empfängt damit mindestens einmal im Monat ein Foto.

Insgesamt hat sich das Volumen in diesem Bereich im Vorjahresvergleich verdreifacht. Ebenfalls verdreifacht auf mittlerweile 21 Prozent hat sich der Anteil der Nutzer von Mobile Music-Diensten. Solche Entertainmentangebote werden vor allem von unter 25-Jährigen genutzt.

Rasanter Nachfrageanstieg

Der rasanteste Nachfrageanstieg ist jedoch im Bereich der Informationsdienste zu verzeichnen: Von sechs Prozent im Jahr 2003 hat sich in der jüngsten Erhebung der Anteil derer, die mit ihren Handys aktuelle Nachrichten, Wettervorhersagen, Sportergebnisse und Aktienkurse abrufen, auf 25 Prozent nahezu vervierfacht.

Zu den anfangs vornehmlich jungen Nutzern von mobilen Datendiensten haben sich mittlerweile auch die kaufkräftigen Altersgruppen mit gehobenem Nettoeinkommen dazugesellt: 48 Prozent der 35- bis 44-jährigen Nutzer von Fotohandys verwenden regelmässig Foto-Messaging und 66 Prozent Text-Messaging.

Das Land mit dem weltweit höchsten mobilen Datenaufkommen ist derzeit Japan, gefolgt von Südkorea und Australien. In Europa liegt Deutschland an der Spitze.

(bsk/teltarif.ch)

 
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