Tennis: Die Ruhe vor dem Sturm
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 21:32 Uhr

Am Allianz Suisse Open Gstaad herrschte gestern die Ruhe vor dem Sturm. Heute Donnerstag, wenn Roger Federer und Michel Kratochvil um den Viertelfinaleinzug kämpfen, wird die Roy-Emerson- Arena aber wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein.

Der Spanier Feliciano Lopez.
Der Spanier Feliciano Lopez.
Ohne Schweizer Einzelspieler fehlte am Mittwoch etwas Salz in der feinen Suppe. Dass Michel Kratochvil wie Roger Federer erst am Donnerstag zu seinem zweiten Einzel anzutreten hat, erstaunte nicht wenige. Federer trainierte am Mittwoch eine Stunde lang mit Michael Lammer, der in Gstaad eine überraschend gute Rolle spielt und im Doppel mit Stanislas Wawrinka im Viertelfinal steht.

Für die Davis-Cup-Strategen Georges Bastl und Ivo Heuberger hat sich die aufwändige Reise nach Newport jedenfalls nicht gelohnt: Beide hatten das letzte amerikanische Rasenturnier dem Swiss Open vorgezogen -- und schweiterten in Runde 1 mit je bloss vier gewonnenen Games.

Highlights

Für die Highlights an dem Tag, an dem die ATP-Tour verkündete, dass sie den Kampf gegen das Doping intensiviert, jedoch den Tschechen Bohdan Ulihrach begnadigt hat, sorgten zwei Gauchos. Die Argentinier Gaston Gaudio und Juan-Ignacio Chela, die Nummern 4 und 5 des Turniers, schafften mit harterkämpften Dreisatz-Erfolgen die Qualifikation für die Viertelfinals vom Freitag.

Gaston Gaudio (ATP 27) besiegte den Deutschen Lars Burgsmüller (ATP 78) 4:6, 6:2, 6:4. Der 24-jährige aus Buenos Aires, der sich seit drei Jahren in den Top 50 hält, stand heuer schon in Vina del Mar, Buenos Aires und am Masters-Series von Hamburg in Halbfinals. In Gstaad spielt Gaudio regelmässig stark: 2000 erreichte er die Halbfinals; 2002 sogar den Final.

Landsmann Juan-Ignacio Chela (ATP 31) wies im bislang besten Spiel des Turniers den spanischen Hardhitter Feliciano Lopez (ATP 50) in gut zwei Stunden mit 6:4, 6:7 (2:7), 7:6 (7:3) in die Schranken. Chela gab nach einer 6:4, 5:3-Führung die Partie scheinbar aus der Hand. Im Tiebreak des dritten Satzes sicherte sich der Argentinier entgegen des Spielverlaufs aber doch noch den Sieg.

In den Viertelfinals trifft Gaudio auf Jiri Novak (ATP 10) und Chela auf Stefan Koubek (ATP 71). Novak besiegte den Strassburger Paul-Henri Mathieu trotz eines Fehlstarts mit 1:6, 6:2, 6:3. Der Tscheche hatte die ersten zwei Duelle gegen den aufstrebenden Mathieu verloren. In Gstaad ist Novak seit drei Jahren unbesiegt: 2001 gewann er mit Siegen über Coria, Mantilla, Kratochvil, Corretja und Ferrero das Turnier; 2002 musste er verletzt passen.

Überzeugende Leistung

Die überzeugendste Leistung in den ersten Achtelfinals zeigte der Osterreicher Stefan Koubek. Er deklassierte Anthony Dupuis in einer Stunde 6:1, 6:2. Koubek gelang praktisch alles. Beim Stand von 1:4 im ersten Satz servierte Dupuis drei Asse -- und brachte das Aufschlagspiel trotzdem nicht durch.

von Rolf Bichsel, Gstaad

Resultate

Einzel, 2. Runde: Jiri Novak (Tsch/3) s. Paul-Henri Mathieu (Fr) 1:6, 6:2, 6:3. Gaston Gaudio (Arg/4) s. Lars Burgsmüller (De) 4:6, 6:2, 6:4. Juan Ignacio Chela (Arg/5) s. Feliciano Lopez (Sp) 6:4, 6:7 (2:7), 7:6 (7:3). Stefan Koubek (Ö) s. Anthony Dupuis (Fr) 6:1, 6:2. -- Viertelfinal-Tableau: Federer (1)/Lisnard - Sanchez/Corretja (7), Gaudio (4) - Koubek; Chela (5) - Novak (3), Stepanek/Kratochvil - Rochus/Schüttler (2).

Doppel, 1. Runde: Leander Paes/David Rikl (Ind/Tsch/1) s. Petr Luxa/David Skoch (Tsch) 6:2, 6:3. Petr Pala/Pavel Vizner (Tsch) s. Tomas Cibulec/Cyril Suk (Tsch/3) 6:4, 6:7 (6:8), 6:3. Sebastian Prieto/Andre Sa (Arg/Br) s. Karol Beck/Nikolaj Davidenko (Slk/Russ) 6:2, 7:6 (7:3). Karsten Braasch/Sargis Sargsian (De/Arm) s. Tomas Behrend/David Sanchez (De/Sp) 3:6, 6:3, 7:5.

Programm vom Donnerstag

Centre Court. 11.30 Uhr: David Sanchez (Sp) - Alex Corretja (Sp/7). 13.30 Uhr: Rainer Schüttler (De/2) - Christophe Rochus (Be), anschliessend Michel Kratochvil (Sz) - Radek Stepanek (Tsch/8). 17.00 Uhr: Roger Federer (Sz/1) - Jean-René Lisnard (Fr) und ein Doppel.

Court 1: 12.00 Uhr: Drei Doppel.

(bert/Si)

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