Tennis: Federer auch durch Satzverlust nicht zu bremsen
publiziert: Freitag, 9. Mai 2003 / 20:36 Uhr

Trotz leichter Schwierigkeiten hat Roger Federer seine Erfolgsserie ausgedehnt. Der Baselbieter gewann im Viertelfinal des Masters-Series-Turnier von Rom 6:3, 5:7, 6:2 gegen Filippo Volandri (It) und trifft nun auf Juan Carlos Ferrero (Sp/2).

Roger Federer in Rom.
Roger Federer in Rom.
Federer ist nun seit dem Daviscup in Toulouse schon elf Spiele in Serie ungeschlagen, Publikumsliebling Volandri spielte aber wesentlich besser, als sein Ranking (ATP 100) erwarten liess. Der 21-Jährige aus Livorno schaffte immerhin einen Teilerfolg, was Federers zehn vorherige Widersacher nicht geschafft hatten. Den entscheidenden Servicedurchbruch realisierte die neue italienische Nummer eins dabei zum 7:5 im zweiten Satz. Gemäss Federer war der Satzverlust nicht zwingend: "Eigentlich hätte ich in zwei Sätzen gewinnen können. Ich war vor allem ein bisschen enttäuscht, wie ich den Satz verloren habe, ich hätte mindestens das Tiebreak erreichen sollen."

Federer liess sich aber weder durch den Satzverlust gegen den Monte-Carlo-Viertelfinalisten noch durch vereinzelte Zwischenrufe einiger weniger unfairer Fans nicht beirren: Im Schlusssatz gelangen dem Weltranglisten-Fünften zwei weitere Breaks, er verwertete nach 123 Minuten den zweiten Matchball mit einem Servicewinner und qualifizierte sich so als erster Schweizer seit Heinz Günthardt 1983 in der Ewigen Stadt für den Halbfinal.

Der Münchensteiner polierte mit diesem Erfolg seine Bilanz in der Schlussphase der Masters-Series-Events auf, die nach den vier Grand Slams die meisten Punkte abwerfen. Im achten Viertelfinal auf dieser Stufe setzte er sich zum dritten Mal nach Key Biscayne und Hamburg (beide 2002) durch; bei den beiden vorherigen Siegen erreichte er dann jeweils mindestens den Final, in der Hansestadt holte er sogar den Titel.

Nun wartet aber die wohl härteste Aufgabe, die es auf Sandplatz derzeit geben kann. Ferrero, der im Viertelfinal Rainer Schüttler (De/12) 6:4, 6:4 bezwang, hat heuer 20 von 21 Partien auf Sand und die Turniere von Monte Carlo und in seiner Heimatstadt Valencia gewonnen. Einziger Bezwinger von Ferrero auf der roten Unterlage war Marat Safin in Barcelona. Ferrero führt gegen Federer im Head-to-Head 2:1, der Schweizer hat aber die letzte Partie am Masters in Schanghai gewonnen. "Ich muss gegen ihn gut variieren, häufiger ans Netz gehen als gegen Volandri und den Aufschlag gut einsetzen."

Ebenfalls im Halbfinal steht Jewgeni Kafelnikow. Der Russe fertigte den Aufschlagspezialisten Martin Verkerk 6:3, 7:5 ab und wartet nun auf den Sieger der Partie zwischen Ivan Ljubicic und Felix Mantilla, die nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe aufeinander trafen.

Resultate

Rom. ATP-Masters-Series-Turnier (2,45 Mio Dollar/Sand). Einzel, letzter Achtelfinal: Juan Carlos Ferrero (Sp/2) s. Gaston Gaudio (Arg) 5:7, 6:0, 6:2. -- Viertelfinals: Roger Federer (Sz/4) s. Filippo Volandri (It/WC) 6:3, 5:7, 6:2. Ferrero s. Rainer Schüttler (De/12) 6:4, 6:4. Jewgeni Kafelnikow (Russ) s. Martin Verkerk (Ho) 6:3, 7:5. -- Halbfinal-Tableau: Ljubicic/Mantilla - Kafelnikow; Federer (4) - Ferrero (2).

Doppel. Achtelfinal: Roger Federer/Paradorn Srichaphan (Sz/Thai) s. Leander Paes/David Rikl (Indo/Tsch/4) 6:4, 6:3.

Berlin. WTA-Turnier (1,224 Mio Dollar/Sand). Viertelfinals: Kim Clijsters (Be/1) s. Daniela Hantuchova (Slk/7) 6:0, 6:3. Justine Henin-Hardenne (Be/2) s. Wera Zwonarewa (Russ) 6:4, 7:5. Jennifer Capriati (USA/4) s. Jelena Lichowtsewa (Russ) 6:3, 6:3. Amélie Mauresmo (Fr/5) s. Iroda Tuljaganowa (Usb) 7:6 (7:5), 6:4. -- Halbfinal-Tableau: Clijsters (1) - Capriati (4); Mauresmo (5) - Henin-Hardenne (2).

(bert/sda)

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