Titel zum 100. Geburtstag
Tennis: Lido Luzern gewann erstmals den Interclub-Meistertitel
publiziert: Sonntag, 13. Aug 2000 / 19:58 Uhr

Basel - Die Männer des TC Luzern Lido haben zu ihrem 100. Geburtstag erstmals den Schweizer Interclub-Meistertitel gewonnen. Auf ihrer eigenen Anlage gewannen sie das Endspiel gegen Old Boys Basel 5:4. Den Frauentitel gewann Drizia Genf durch ein 4:1 gegen Titelverteidiger GC.

Si. Die Entscheidung zugunsten der Innerschweizer fiel in den abschliessenden Doppeln nach abwechslungsreichem Spielverlauf und einem 3:3-Zwischenstand nach den Einzeln. Nachdem Allégro/Manai die Gäste rasch in Führung gebracht hatten, glichen Knowle/Dedial zum 4:4 aus. Gegen Thomann/Kato siegten sie 7:6, 6:2, das Tiebreak endete dabei 17:15! Auf dem Centre Court verwerteten wenige Minuten später Ronald Agenor/Jean-Claude Scherrer den finalen Siegpunkt zum 4:6, 6:3, 6:3 gegen Nicklisch/Chiudinelli, worauf minutenlange Standing Ovations einsetzten.

Die Wende hatte sich bereits in den Einzeln abgezeichnet, als Lido, vom Publikum frenetisch angefeuert, ein 1:3 ausglich und sich dabei ebenfalls als nervenstärker erwies. Teamleader Agenor bezwang René Nicklisch in drei phasenweise hochklassigen Sätzen und Roland Burtscher gewann gegen Swiss-Tennis-Junior Jun Kato nach 3:5-Rückstand im Entscheidungssatz die letzten vier Games. Der ehemalige Profi hat damit sämtliche sieben Einzel gewonnen.

Vorher hatten Nicolas Thomann (gegen Julian Knowle), Yves Allégro, der Jean-Claude Scherrer die erste Single-Niederlage zufügte und Marco Chiudinelli (gegen Christian Dillschneider) für OB gepunktet, den ersten Lido-Punkt hatte Armando Brunold (gegen Sandro Della Piana) erzielt.

Lohn für Kontinuität

Lido erntete damit den verdienten Lohn für die Kontinuität der letzten Dekade. Seit Freddy Blatter 1991 in den Niederungen der Nationalliga B das sportliche Zepter übernahm, arbeitete sich das Team kontinuierlich nach oben und erreichte nun nach zuletzt zwei Final-Qualifikationen den vorläufigen Höhepunkt. Auch die speziellen Aufwendungen für das Jubiläumsjahr erwiesen sich als gerechtfertigt. Ronald Agenor, die ehemalige Weltnummer 22, die knapp 30 000 Franken kostete, avancierte mit seinem Spiel- und Showtalent zum Kassenmagneten und Publikumsliebling und behielt an der Finalrunde in drei Spielen eine weisse Weste.

Drizias Revanche an GC

Vor der Begeisterung des Publikums über die Lido-Performance trat der deutliche Erfolg von Drizia Genf bei den Frauen etwas in den Hintergrund. Für Rekordmeister GC blieb in der Reprise des Vorjahresfinals einzig Myriam Casanova siegreich, Gabriela Kucerova, Laura Bao, Christelle Fauche und Cathy Caverzasio spielten die Punkte für die Genferinnen ein, so dass die Doppel überflüssig wurden. Mit Drizia siegte die ausgewogenste Mischung aus Routine (die früheren Top-100-Spielerinnen Fauche, Caverzasio, Cohen-Meinecke) und Jugend (Bao, Oulevay)

Einzige Niederlage für Oprandi

In den Halbfinals der Männer war Lido seiner Favoritenrolle gegen Genève Eaux-Vives mit 5:2 gerecht geworden. OB schaltete GC mit demselben Verdikt aus und beendete damit die Serie der Zürcher, die zuletzt drei Titel in Serie gewonnen hatten, neben George Bastl aber auch auf Michel Kratochvil verzichten mussten.

Drizia Genf bekundete mit Beaumont Bern viel Mühe und setzte sich erst im letzten Doppel durch, das Kucerova/Meinecke-Cohen, in drei Sätzen gegen Oprandi/Zardo gewannen. Für das 14-jährige Riesentalent Romina Oprandi war dies die einzige Niederlage der fast zweiwöchigen Kampagne, nachdem sie vorher alle elf Partien gewonnen hatte. GC bezwang Luzern Lido 4:2.

Veranstaltung als Grosserfolg

Als meisterwürdig erwies sich auch die Organisation in der Innerschweiz. Rund 4000 Zuschauer in zwei Tagen verbreiteten eine ausgezeichnete Stimmung und waren etwa doppelt soviel, wie die Daviscup-Partie Schweiz gegen Weissrussland vor drei Wochen in drei Tagen in die Kreuzbleiche-Halle von St. Gallen gelockt hatte.

(ba/sda)

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