Tennis: Marc Rossets Spätform
publiziert: Mittwoch, 13. Nov 2002 / 14:03 Uhr

(Si) Während die erfolgreichen Tennisprofis in Los Angeles oder Schanghai nochmals kräftig absahnen und die weniger erfolgreichen Racketkünstler in den Ferien weilen, tingelt Marc Rosset mit Erfolg an Challenger- Turnieren herum.

Marc Rosset
Marc Rosset
Vor zwei Wochen erreichte der 32-jährige Genfer in Aachen mit vier Siegen (u.a. gegen Jens Knippschild, Raemon Sluiter und David Prinosil) den Final, den er gegen Wladimir Woltschkow knapp verlor. Letzte Woche folgte ein Halbfinalplatz in Bratislava (Slk) mit einem Kantersieg über den einheimischen Top-50-Spieler Dominik Hrbaty. Diese Woche geht Rosset in Helsinki wieder auf Punktejagd.

"Es läuft momentan ganz gut", kommentiert Marc Rosset seine Spätform. "Seit Mitte September spiele ich so gut wie schon lange nicht mehr. Aber in den ATP-Turnieren fehlte mir am Saisonende oftmals nebst dem Selbstvertrauen auch das Glück. Gegen Tommy Haas und Gustavo Kuerten verlor ich ganz knappe Partien. In Basel hätte ich Ferrero schlagen müssen und dann bei dieser Auslosung gar die Halbfinals erreichen können. Nun muss ich eben an Challengern noch Punkte einfahren."

Rossets primäres Ziel ist die Qualifikation für das Australian Open im Januar 2003. Letzten Montag ist er unter die Top 100 zurückgekehrt, nachdem er zweieinhalb Jahre lang mehrheitlich schlechter klassiert war. Dieses Ranking würde zur Startberechtigung in Melbourne ausreichen, jedoch fällt Rosset noch ein Turniersieg aus dem Vorjahr (Challenger Mailand) aus der Wertung.

An die Challenger-Turniere hat sich Rosset in den letzten Jahren wieder angewöhnt. Helsinki ist für den Genfer in dieser Saison schon das elfte Turnier dieser Kategorie. Diese Events mit einem Preisgeld von weniger als 100 000 Dollar sind indes nicht nur Malocherei. Ein Marc Rosset als ehemaliger Top-Ten-Spieler und Olympiasieger ist für jeden Organisator eine Attraktion -- auch dank des immer noch beeindruckenden Aufschlags. Auch in Helsinki bestreitet Rosset in der 1. Runde wieder das "Spiel des Tages" -- gegen einen jungen Finnen namens Martin Rammal, der sich erstmals für einen Challenger qualifiziert hat.

Mit einer erfolgreichen Woche in Helsinki würde Rosset seine Saison beenden. Scheitert er dagegen früh, würde er wohl noch ein Turnier anmelden. "Die Pause wird in diesem Jahr kurz", so Rosset, "denn auf die nächste Saison will ich mich fünf, sechs Wochen lang intensiv vorbereiten. Aber die kurze Pause wird kein Nachteil sein. Mit 32 ist es vielleicht gar nicht schlecht, im Rhythmus zu bleiben -- zumal dann, wenn es einem recht gut läuft."

Rossets beachtliche Leistungen an den letzten Hallenturnieren werfen zudem Fragen bezüglich Daviscup auf. Wird Rosset alles unter einen Hut bringen? Schliesslich hat er mit dem Captain-Amt viel Verantwortung übernommen. Andererseits ist er in der 1. Runde gegen Holland in der Halle auf einem schnellen Boden durchaus auch ein Kandidat für ein Einzel, zumal Michel Kratochvil in den letzten Monaten nicht überzeugte. Rosset: "Probleme wird das keine geben. Wir suchen derzeit einen Trainer, der dann die Entscheidungen treffen wird. Ich werde in der Daviscup-Woche zuerst vor allem ein Spieler sein, der um seinen Platz kämpft."

(bert/sda)

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