Tennis: Schweizer Team plötzlich in der Favoritenrolle
publiziert: Samstag, 5. Apr 2003 / 18:30 Uhr / aktualisiert: Samstag, 5. Apr 2003 / 20:13 Uhr

(Si) Dem Schweizer Davis-Cup-Doppel ist der Husarenstreich geglückt. Roger Federer/Marc Rosset setzten sich in Toulouse gegen Nicolas Escudé/Fabrice Santoro 6:4, 3:6, 6:3, 7:6 (7:4) durch und bescherten der Schweiz vor dem letzten Tag die 2:1-Führung.

Die Schweizer Roger Feder und Marc Rosset jubeln ueber den Sieg.
Die Schweizer Roger Feder und Marc Rosset jubeln ueber den Sieg.
Damit sind die Schweizer mit einem Schlag sogar in der Favoritenrolle, der Halbfinaltrip nach Australien ist gewaltig näher gerückt. Aufgrund der bisherigen Leistungen sollte sich Roger Federer heute Sonntag ab 13 Uhr im Duell der Nummern eins gegen Sébastien Grosjean durchsetzen, anschliessend spielen die beiden Nummern 2 gegeneinander, aus Schweizer Sicht hoffentlich nur noch für die Statistik. "Sébastien muss eine beinahe perfekte Partie gelingen, damit er gewinnen kann", prognostizierte Frankreichs Captain Guy Forget richtig. Federer, gegen Grosjean im Head-to-Head mit 1:2 im Rückstand, gibt aber auf Vorschusslorbeeren ebenso richtigerweise nichts: "Das wird ein schwieriges Spiel, Grosjean spielt in Frankreich stets gut und besser auf dem Circuit."

Rossets "Nirwana"

Der Poker des Schweizer Teams, den Playing Captain Marc Rosset aufzustellen, ging voll auf. Der Genfer, der sein letztes Davis-Cup-Doppel vor vier Jahren in Brüssel mit Lorenzo Manta gewonnen hatte, zeigte, dass man ihn bei speziellen Gelegenheiten nicht abschreiben darf. Rosset fiel in keiner Phase der Begegnung ab, retournierte viel besser als erwartet und spielte sich im vierten Satz sogar "in die Zone", in der ihm fast alles gelang und er bester Mann auf dem Court war. Verständlicherweise war Rosset mit seiner Leistung ziemlich zufrieden: "Wenn man sieht, wie ich in den letzten beiden Jahren gespielt habe, war ich heute im Nirwana..."

Im Vergleich zur letzten Partie des Duos vor mehr als einem Jahr in Moskau harmonierten die beiden Copains diesmal auf dem Court wesentlich besser. Dabei half eine klare Rollenverteilung, wie der vor der Partie einmal mehr hypernervöse Rosset ausführte: "Ich habe Roger gebeten, mir zu helfen. Er und die ganze Mannschaft haben mir viel Selbstvertrauen gegeben."

Verdienter statistischer Lohn für diesen Erfolg ist der Fakt, dass Rosset nun vor Heinz Günthardt alleiniger Zweiter in der ewigen Schweizer Davis-Cup-Rangliste ist. Mehr Siege als der Genfer, der 37 Partien gewonnen hat, hat nur Jakob Hlasek mit 49 Matchgewinnen.

Für die Franzosen, die eine Stunde vor Spielbeginn Michael Llodra durch Escudé ersetzt hatten, brachte der taktische Winkelzug nichts. Im Prinzip war er aber richtig, denn das Tandem hatte immerhin im letztjährigen Final die Russen Jewgeni Kafelnikow/Marat Safin bezwungen, das grosse Turnier in Paris-Bercy gewonnen und war bis anhin ungeschlagen gewesen. Escudé brachte die Schweizer vor allem durch viele gelungene Returns immer wieder in Verlegenheit, verschuldete dann aber im Tiebreak bei 4:4 mit einem Volleyfehler das einzige Minibreak. Rund eine Minute später verwertete Rosset nach 2:43 Stunden den ersten Siegpunkt mit einem geglückten Smash. Übersicht

Toulouse (Halle, Green Set). Frankreich - Schweiz 1:2. -- Sébastien Grosjean s. George Bastl 6:3, 6:4, 3:6, 6:3. Nicolas Escudé u. Roger Federer 4:6, 5:7, 2:6. Nicolas Escudé/Fabrice Santoro u. Roger Federer/Marc Rosset 4:6, 6:3, 3:6, 6:7 (4:7).

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Agnieszka Radwanska verspielte einen scheinbar klaren Vorsprung gegen Tsvetana Pironkova.
Agnieszka Radwanska verspielte einen scheinbar klaren Vorsprung ...
French Open Schlechte Bedingungen  Mit Agnieszka Radwanska und Simona Halep scheitern zwei Top-10-Spielerinnen beim French Open im Achtelfinal. Beide beklagten sich danach über die Bedingungen. mehr lesen  
French Open Regen, Spiel und Frust  Der Regen hatte das French Open auch am Dienstag fest im Griff. Stan Wawrinka und Timea Bacsinszky ... mehr lesen  
Stan Wawrinka.
Titel Forum Teaser
  • kurol aus Wiesendangen 4
    Das Richtige tun Hatten wir schon, talentierte Spieler wechselten zu Bayern und ... Mi, 01.06.16 12:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Zu dumm nur, dass der Jorian zu 100% aus chemischen Verbindungen besteht, er warnt ... Fr, 22.01.16 21:16
  • Pacino aus Brittnau 731
    Weltweit . . . . . . wird Hanf konsumiert. Zum Genuss aber auch als Arzneimittel. ... Fr, 22.01.16 08:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    1 : 0 Daesh (IS) vs. Freie Restwelt Es läuft aber immer noch die erst Halbzeit. Verlängerung und ... Di, 17.11.15 22:26
  • Bogoljubow aus Zug 350
    Wenn die Russen flächendeckend gedopt haben, dann muss man die Ergebnisse sehr genau ... Fr, 13.11.15 10:53
  • jorian aus Dulliken 1754
    5'000'000 zu 0 für die Verschwörungstheoretiker! Was heute um 20:15 schönes kommt! http://www.3sat.de/programm/ ... Do, 22.10.15 19:21
  • jorian aus Dulliken 1754
    Der Fussballgott! Der Name dieses Gottes wird im Hörspiel nicht genannt, dennoch weiss ... Fr, 16.10.15 18:51
  • Koelbi aus Graz 1
    Wir freuen uns... ...auf den Test gegen den Lieblingsnachbarn am 17. November. ... Mo, 12.10.15 03:31
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 18°C 26°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 18°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 23°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 14°C 25°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 18°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Genf 16°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 20°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten