Tennis: Schweizer als Schweden-Fans
publiziert: Mittwoch, 2. Apr 2003 / 13:23 Uhr

Neben der Begegnung Frankreich - Schweiz kommt am Wochenende dem Viertelfinal der Davis-Cup-Weltgruppe zwischen Schweden und Australien besondere Bedeutung zu. In Malmö wird der Halbfinalgegner des Gewinners in Toulouse ermittelt.

Die Schweizer sind zwar in Frankreich selber stark gefordert, dürften aber gleichwohl nach Malmö schielen und das Heimteam unterstützen.

Falls sich die Schweizer und die Schweden durchsetzen sollten, käme es im September zu einem Heimspiel für Federer und Co.; bei einem Sieg der Australier stünde eine Reise ans "andere Ende der Welt" bevor.

Australien Favorit

Australien ist in Südschweden Favorit. Der Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt hat zwar heuer bei den wichtigsten Anlässen noch Defizite erkennen lassen (Achtelfinal-Niederlage in Melbourne, Startniederlage auf Key Biscayne), ist aber stets für zwei Punkte gut.

Der unberechenbare Mark Philippoussis verriet zuletzt aufsteigende Tendenz, und Wayne Arthurs/Todd Woodbridge zählen im Doppel zu den besten "Nationalteams" weltweit.

Die Schweden hoffen in der kleinen "Baltiskahallen" vor allem auf die Euphorie der Fans, die ihre Lieblinge wie gewohnt enthusiastisch anfeuern werden.

Was dies bewirken kann, erlebte in der Startrunde Brasilien, als die Einheimischen dank Siegen von Jonas Björkman (gegen Gustavo Kuerten) und Andreas Vinciguerra (Flavio Saretta) am Schlusstag aus dem 1:2 ein 3:2 machten.

Agassi Bezwinger im Einsatz

Diesmal ruhen die Hoffnungen in Absenz von Vinciguerra (Knie) und Thomas Johansson (rekonvaleszent) auf Björkman und Thomas Enqvist, dem einzigen Bezwinger von Andre Agassi in diesem Jahr. Beide sind ehemalige Top-ten-Spieler und jederzeit zu Exploits fähig.

Zwischen den Kontrahenten gibt es viele gemeinsame Ansatzpunkte - nicht nur, weil sie über die besten Tennisfans weltweit verfügen. Die Captains Mats Wilander und John Fitzgerald standen sich 1983 im Davis-Cup-Final gegenüber (Wilander siegte, Australien gewann den Pokal).

Björkman und Woodbridge bilden zusammen das weltbeste Doppel, und Ersatzspieler Joachim Johansson ist mit Hewitts jüngerer Schwester liiert.

Argentinien im Vorteil

Im "Club Atletico de River Plate" von Buenos Aires, wo in der Startrunde Deutschland gedemütigt wurde, setzen David Nalbandian, Gaston Gaudio und Co. auf Sand alles daran, das 2:3 aus dem Vorjahr in Moskau gegen den späteren Champion zu korrigieren.

Die Vorteile liegen diesmal auf der Seite der Südamerikaner, denn weder der häufig verletzte Marat Safin, der vermeintliche Frührentner Jewgeni Kafelnikow noch Youngstar Michail Juschni wussten in diesem Jahr vollauf zu überzeugen.

Die klarste Ausgangslage präsentiert sich für Spanien - Kroatien. In Valencia, wo normalerweise für Gastteams auch im Fussball nichts zu holen ist, steht Captain Jordi Arrese gegen die Equipe mit Leader Ivan Ljubicic ein sehr starkes Kader zur Verfügung: Der Olympia-Finalgegner von Marc Rosset in Barcelona hat die Qual der Wahl zwischen Juan Carlos Ferrero, Key-Biscayne-Finalist Carlos Moya, dem dortigen Federer-Bezwinger Albert Costa und Alex Corretja.

Davis Cup. Weltgruppe. Viertelfinals. (4. - 6. April): Frankreich - Schweiz (in Toulouse/Halle, Green Set), Schweden - Australien (in Malmö/Halle, Supreme), Spanien - Kroatien (in Valencia/Sand), Argentinien - Russland (in Buenos Aires/Sand).

(Marco Keller/Si)

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