Terror-Angst in Birmingham
publiziert: Sonntag, 10. Jul 2005 / 08:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 11. Jul 2005 / 07:37 Uhr

Birmingham - Die britische Polizei hat am Samstagabend rund 20 000 Menschen aus der Innenstadt von Birmingham evakuiert.

Die Polizei hatte das Geschehen stehts unter Kontrolle. (Bild: Archiv)
Die Polizei hatte das Geschehen stehts unter Kontrolle. (Bild: Archiv)
4 Meldungen im Zusammenhang
Als Grund wurden Informationen über eine mögliche Bedrohung offenbar durch einen verdächtigen Gegenstand genannt.

Das gesamte Zentrum der zweitgrössten britischen Stadt sei abgeriegelt und ein Vergnügungsviertel geräumt worden, teilten die Behörden mit.

Ein Polizeioffizier sagte, Spezialisten hätten in einem Bus eine "kontrollierte Explosion" ausgelöst.

Kein Zusammenhang

Die Aktion gehe auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse über eine nicht näher bezeichnete "substanzielle Drohung" zurück. Ein Zusammenhang mit den Bombenanschläge von London bestehe wahrscheinlich nicht.

Alle Menschen im Stadtzentrum seien aufgefordert worden, nach Hause zu gehen, sagte der Polizeioffizier Stuart Hyde. Er bestätigte die vorsorgliche Sprengung eines verdächtigen Gegenstands in einem Bus.

Die Ringstrasse um die Innenstadt sei abgeriegelt worden, kein Auto dürfe passieren und ins Stadtzentrum fahren, sagte eine Polizeisprecherin. Die Behörden hätten Anweisungen erteilt, die Bars im Vergnügungsviertel Broad Street zu räumen.

Keine Zwischenfälle

Zunächst sei nur die Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt worden, sagte die Sprecherin. "Im Lichte neuerer Informationen" sei dann die Räumung des Vergnügungsviertels angeordnet worden. Die Menschen hätten sich ruhig verhalten, hiess es weiter.

Von der Evakuierung um die Broad Street seien etwa 200 Bars und Diskotheken betroffen. Die meisten Menschen in dem Viertel seien Besucher; es gebe nur wenige Leute, die dort wohnten. Das Vergnügungsviertel misst etwa einen Quadratkilometer.

Hyde sagte, die Entscheidung zur Räumung eines so grossen Gebiets sei den Behörden nicht leicht gefallen, aber nach "sorgfältiger Analyse" dennoch getroffen worden. Es habe sich um eine "angemessene" Reaktion auf die Ausgangsinformationen gehandelt.

Seit den Londoner Bombenanschlägen vom Donnerstag sitzt die Furcht vor weiteren Terrorattacken in Grossbritannien tief. Die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land wurden verstärkt. Bei der Serie von Anschlägen auf öffentliche Verkehrsmittel in London waren über 50 Menschen ums Leben gekommen und 700 weitere verletzt worden.

(rr/sda)

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