Al-Kaida-Mitglieder vor Gericht
Terrorverdächtige der Düsseldorfer Zelle stehen vor Gericht
publiziert: Mittwoch, 25. Jul 2012 / 11:41 Uhr
Die Terrorverdächtigten wolen schweigen.
Die Terrorverdächtigten wolen schweigen.

Düsseldorf - Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in der westdeutschen Stadt Düsseldorf ein Prozess gegen vier mutmassliche Al-Kaida-Terroristen begonnen. Sie sollen einen grossen Anschlag in Deutschland geplant haben.

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Die Bundesanwaltschaft legt den Angeklagten unter anderem Mitgliedschaft im Terrornetzwerk Al-Kaida zur Last. Sie sollen laut Anklage einen «aufsehenerregenden Terroranschlag» in Deutschland geplant haben. Ein konkretes Anschlagsziel hatten sie demnach aber noch nicht ausgewählt.

Der Bundesanwaltschaft zufolge planten die Terrorverdächtigen das Attentat im Auftrag der Al-Kaida-Führung. Die Zelle um den hauptverdächtigen 31-jährigen Marokkaner war Ende April 2011 nach monatelangen Observationen ausgehoben worden.

Nach Erkenntnissen der Ermittler planten die Männer Anschläge mit selbst gebauten Bomben und experimentierten in Düsseldorf bereits mit verschiedenen Chemikalien am Bau eines Zünders.

Angeklagte wollen schweigen

Drei der vier Beschuldigten waren am 29. April 2011 in Düsseldorf und Bochum festgenommen worden, der vierte am 8. Dezember 2011 in Bochum. Für den Prozess gegen die Terrorverdächtigen vor dem Düsseldorfer Staatsschutzsenat sind zunächst 30 Verhandlungstage bis Ende November anberaumt.

In einem Vorgespräch haben die Verteidiger dem Gericht signalisiert, dass das Quartett zu den Vorwürfen zunächst schweigen wird. 30 Verhandlungstage bis Ende November hat die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza für den Prozess angesetzt.

Am zweiten Verhandlungstag sollen am Donnerstag zahlreiche Angehörige der Angeklagten als Zeugen vor Gericht auftreten. Es wird davon ausgegangen, dass die meisten Angehörigen von ihrem Schweigerecht Gebrauch machen.

(laz/sda)

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