Anschlag verhindert?
Terrorverdächtiger mit IS-Kontakten auf Mallorca festgenommen
publiziert: Dienstag, 19. Apr 2016 / 15:28 Uhr
Die mallorcinische Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest.
Die mallorcinische Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest.

Madrid/Brüssel/Rom - Vier Wochen nach den verheerenden Anschlägen von Brüssel gibt es neue Terrorwarnungen. Auf der Ferieninsel Mallorca nahm die spanische Polizei einen mutmasslichen Anhänger der Terrormiliz IS fest, der in engem Kontakt zu IS-Anführern in Syrien gestanden haben soll.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der in der Inselhauptstadt Palma lebende Mann habe in Internetforen versucht, Terroristen für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuwerben, und angeboten, bei der Organisation der Reise in die Konfliktgebiete in Syrien behilflich zu sein, teilte das spanische Innenministerium am Dienstag mit.

Von dem 26-jährigen Marokkaner sei eine «eindeutige Bedrohung für die nationale Sicherheit» ausgegangen. Der Verdächtige wurde in seiner Wohnung im Stadtteil Son Gotleu festgenommen, in dem zahlreiche Zuwanderer leben.

An der Polizeiaktion in Palma waren etwa 15 bewaffnete Beamte beteiligt. Als der 26-Jährige abgeführt wurde, verhüllte er sein Gesicht und wurde von Nachbarn beschimpft. «Zeige Dein Gesicht!», riefen Anwohner dem Festgenommenen zu.

Der Tourismusminister und Vizeregierungschef der Balearen, Biel Barceló, betonte, bei dem Festgenommenen habe es sich um einen einzelnen Terror-Propagandisten gehandelt, der auf der Insel keine Anschläge geplant habe. «Es gibt noch nicht einmal Indizien, dass er hier ein Attentat vorbereiten wollte», zitierte die «Mallorca Zeitung» in ihrer Online-Ausgabe den Minister.

Kämpfer nach Europa geschickt

Ernster klingt es von Seiten der belgischen zentralen Einrichtung zur Bewertung der Terrorbedrohung (Ocam) in Brüssel: Es gebe Informationen, wonach Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Europa geschickt wurden, teilte Ocam am Dienstag mit.

In Belgien gilt eine Terrorattacke weiterhin als möglich und wahrscheinlich. Damit bleibe die zweithöchste Terrorwarnstufe in Kraft, sagte Ocam-Chef Paul Van Tigchelt laut Nachrichtenagentur Belga.

Die Behörde untersteht den Ministerien für Inneres und Justiz und bewertet regelmässig die Bedrohung durch extremistische und terroristische Gewalttäter. Bei den Anschlägen in Brüssel hatten islamistische Selbstmordattentäter am 22. März am Flughafen und in der U-Bahn 32 Menschen mit den Tod gerissen.

Italien weist Berichte zurück

Der italienische Geheimdienst wies Berichte zurück, wonach Terroristen Anschläge auf Touristen an Stränden in Italien und Spanien planen. «Wir haben keine Ahnung, woher diese Nachricht stammt», hiess es in italienischen Geheimdienstkreisen. Solche Berichte würden in einem ohnehin schwierigen Moment unnötigen Alarm auslösen, hiess es.

Die deutsche «Bild»-Zeitung hatte unter Berufung auf Ermittlerkreise deutscher Sicherheitsbehörden berichtet, islamische Terroristen planten, im Sommer als fliegende Händler getarnt in die italienischen und spanischen Ferienzentren zu kommen.

Diese Hinweise sollen demnach aus Afrika stammen und vom italienischen Geheimdienst übermittelt worden sein. Angeblich stammten die Extremisten aus dem Senegal, wo sie sich als Unterstützer der nigerianischen Terrormiliz Boko Haram verstünden.

(pep/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die rot-schwarze Regierungungskoalition in Deutschland will im ... mehr lesen
Die Ausweispflicht soll beim Terrorschutz helfen.
Brüssel - Die belgische Justiz hat bei ... mehr lesen
Brüssel - Zweieinhalb Wochen nach ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene ... mehr lesen 1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte gedacht. mehr lesen  
NATO-Generalsekretär hält Rede in Warschau  Warschau - NATO-Generalsekretär Stoltenberg sieht das Bündnis wenige Wochen vor dem Warschauer Gipfel vor grossen Herausforderungen. Einen neuen Kalten Krieg will er trotz mehr Präsenz im Osten vermeiden. mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Basel 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
St. Gallen 14°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Bern 13°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Luzern 15°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen recht sonnig
Genf 15°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 17°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten