Nach Befragung formell beschuldigt
Terrorverfahren gegen mutmasslichen Dschihadisten eröffnet
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2016 / 17:46 Uhr
Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von einem «im fortgeschrittenen Stadium geplanten Attentat».
Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von einem «im fortgeschrittenen Stadium geplanten Attentat».

Paris - Die französische Justiz hat ein Terrorverfahren gegen einen vergangene Woche wegen mutmasslicher Anschlagspläne festgenommenen Verdächtigen eingeleitet. Der 34-jährige Reda Kriket wurde nach einer Befragung durch einen Untersuchungsrichter formell beschuldigt.

3 Meldungen im Zusammenhang
Dem Franzosen wird nach Angaben von Justizkreisen am Mittwoch unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit einem Terrorvorhaben zur Last gelegt.

Kriket war am vergangenen Donnerstag in dem an Paris angrenzenden Boulogne-Billancourt festgenommen worden, bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Argenteuil wurden Sprengstoff und mehrere Schnellfeuergewehre gefunden.

Er soll einen Anschlag in Frankreich geplant haben. Der französische Innenminister Bernard Cazeneuve sprach von einem «im fortgeschrittenen Stadium geplanten Attentat».

Nach sechs Tagen in Polizeigewahrsam wurde Kriket am Mittwoch einem Anti-Terror-Untersuchungsrichter vorgeführt. Der Pariser Staatsanwalt François Molins wollte sich am Abend zu dem Fall äussern.

Bereits in Belgien verurteilt

Hinweise auf direkte Verbindungen zu den Anschlägen von Paris und Brüssel gab es bislang nicht. Kriket gehörte aber in der Vergangenheit derselben Dschihadistenzelle an wie der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge von Paris, Abdelhamid Abaaoud. Er wurde deswegen im vergangenen Jahr in Belgien in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Ein mutmasslicher Komplize wurde am Sonntag im niederländischen Rotterdam festgenommen. Der 32-jährige Franzose soll Polizeikreisen zufolge von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beauftragt worden sein, zusammen mit Kriket einen Anschlag zu verüben.

Französische Untersuchungsrichter warten auf seine Überstellung. Zwei weitere Verdächtige, die Verbindungen zu Kriket haben sollen, wurden in Belgien beschuldigt, ihre Überstellung wurde aber noch nicht erbeten.

(cam/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - Die Brüsseler Dschihadisten-Zelle wollte nach Angaben belgischer Ermittler ursprünglich ein weiteres Mal in ... mehr lesen
Ursprüngliches Ziel seien weitere Anschläge in Frankreich gewesen, hiess es in einer knappen Erklärung der Staatsanwaltschaft.
Paris - Mit der Festnahme eines Islamisten mit Verbindungen zum Paris-Attentäter Abdelhamid Abaaoud hat die französische ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für ... mehr lesen   2
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Die Mehrheit der Kommission ist für die Änderungen.(Symbolbild)
Nationalrat sagt Ja zur Stiefkindadoption für Homosexuelle Bern - Homosexuelle sollen künftig Kinder ihrer Partner oder Partnerinnen adoptieren dürfen. Nach dem Ständerat ...
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 15°C 24°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 15°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
St. Gallen 15°C 23°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 15°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 15°C 25°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 14°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten