Initiative
Terrorwaffen: Bush zeigt Saddam Hussein die Zähne
publiziert: Dienstag, 27. Nov 2001 / 07:31 Uhr

Washington - Die USA und Russland wollen Irak dazu bewegen, wieder UNO-Waffeninspekteure ins Land zu lassen. Bush warnte den irakischen Staatschef Saddam Hussein nachdrücklich davor, Terror durch Massenvernichtungswaffen zu verbreiten.

Auf eine gemeinsame Initiative mit seinem russischen Amtskollegen Igor Iwanow hin werde der Weltsicherheitsrat sich erneut mit der Frage befassen, sagte Powell. Wenige Stunden vorher hatte US-Präsident George W. Bush den Irak aufgefordert, die Rückkehr der 1998 ausgewiesenen Kontrolleure zu erlauben.

Gleichzeitig warnte Bush den irakischen Staatschef Saddam Hussein nachdrücklich davor, Terror durch Massenvernichtungswaffen zu verbreiten. Er erweiterte seine Warnung auch auf Nordkorea. Pjöngjang sollte ebenfalls eine Überprüfung erlauben, ob es Massenvernichtungswaffen herstelle. Politische Beobachter werteten die Äusserung zunächst als bisher deutlichsten Hinweis darauf, dass Irak nach Afghanistan in einer «zweiten Phase» das nächste Ziel des amerikanischen Anti-Terror-Krieges sein könnte. Bushs Sprecher Ari Fleischer betonte jedoch, es handle sich um nicht mehr als die «Bestätigung und Wiederholung einer seit langem geltenden amerikanischen Politik». Irak und Nordkorea stünden seit Jahren auf der Liste des US-Aussenministeriums als Staaten, die Massenvernichtungswaffen besitzen oder entwickeln und den internationalen Terrorismus fördern.

(bb/sda)

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