Terrorwarnungen heizen Ölpreis ein
publiziert: Montag, 2. Aug 2004 / 11:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Aug 2004 / 14:18 Uhr

Singapur - Die Ölpreise sind nach den Terrorwarnungen in den USA auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Rohöl zur Auslieferung im September verteuerte sich auf bis zu 43,92 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Der Preis-Anstieg ist auch auf die Yukos-Affäre in Russland zurückzuführen.
Der Preis-Anstieg ist auch auf die Yukos-Affäre in Russland zurückzuführen.
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Das sind zwölf Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag in New York, als ein neuer historischer Höchststand erreicht worden war. Im späteren Handel gab der Preis wieder einige Cent nach.

Neben den Warnungen vor Anschlägen auf Finanzinstitutionen in den USA sorgt auch die Krise um den russischen Ölkonzern Jukos für Besorgnis an den Ölmärkten. Die Angst vor Lieferunterbrechungen in Venezuela und Nigeria wirkt sich ebenfalls weiterhin aus.

Die New Yorker Börse (NYSE) will trotz der Warnung vor Terroranschlägen den Handel aufnehmen. Die Börse werde weiterhin zu normalen Zeiten fürs Geschäft geöffnet sein, hiess es.

Weiterer Preisanstieg?

Kevin Norrish, Analyst bei Barclays Capital, sagte dem "Daily Telegraph" (Samstag), der Ölpreis könne im Winter, wenn die Nachfrage steige, bis auf 50 Dollar per Barrell klettern.

Seiner Ansicht nach kann der Preisanstieg nur durch ein starken Rückgang der Nachfrage gestoppt werden. "Es ist alles dafür vorbereitet, dass die Preise weiter steigen", sagte er.

Sorgen in der Luftfahrt

Sorgen macht sich auch die Luftfahrtindustrie. Aufgrund der extrem gestiegenen Ölpreise befürchte man in der Luftfaht einen Kostenschub von rund 10 Mrd. Dollar, sagte der Generaldirektor des Verbands der internationalen Fluggesellschaften (IATA), Giovanni Bisignani, der deutschen Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" vom Montag.

Trotz des Booms auf den internationalen Routen sei in diesem Jahr ein Abrutschen in die roten Zahlen für die Industrie kaum noch aufzuhalten, klagte Bisignani.

Neben der schwelenden Jukos-Krise sorgt die Furcht vor Versorgungsstörungen bei gleichzeitig steigender Nachfrage vor allem aus China für Nervosität an den internationalen Handelsplätzen.

OPEC über Jukos beunruhigt

Auch der Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), Purnomo Yusgiantoro (Indonesien), zeigte sich über den Jukos-Fall beunruhigt. Jukos trägt mit rund 1,6 Millionen Barrel allein etwa 2 Prozent zur weltweiten Erdölproduktion bei.

Die Sorge über die Zukunft von Jukos "hat bereits einen psychologischen Effekt auf den Markt", warnte der OPEC-Chef. OPEC-Öl lag zuletzt durchschnittlich knapp unter 38 Dollar je Barrel, das höchste Niveau seit der Kuwait-Krise

(bsk/sda)

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