Glaubwürdigkeit der Tessiner Regierung angekratzt
Tessin: Ärger wegen Millionengeschenk von Bäderkönig Zwick
publiziert: Dienstag, 8. Feb 2000 / 17:59 Uhr

Bellinzona (sda) Um die Interessen einer Herzklinik gegenüber den Erben des Steuerflüchtlings Eduard Zwick zu wahren, hat Justizdirektor Luigi Pedrazzini über einen 210-Millionen-Trust geschwiegen. Auch gegenüber seinen Tessiner Regierungskollegen.

«Ja, ich habe im Frühling 1998 vom Trust erfahren - Ja, ich wusste, dass davon 70 Millionen Mark, ein Drittel, auf die Stiftung der Herzklinik Lugano lauteten»: Dies gab Justizdirektor Pedrazzini am Dienstag an einer Medienkonferenz zu. Nur über die Existenz des Trusts, nicht aber über Details wie die Höhe des Betrages hat er die Gesamtregierung informiert. Es gab gute Gründe, um 1998 über das von Bäderkönig Zwick auf einer britischen Kanalinsel deponierte Vermögen nicht zu sprechen. Zwick, der für den Bau der Herzklinik 30 Millionen Franken gespendet hatte, war eben gestorben. Seine Erben und der deutsche Fiskus fragten sich, wo dessen auf 300 Millionen Mark geschätztes Vermögen stecken könnte.

Interesse der Stiftung vorrangig

«Es war im Interesse der Stiftung der Herzklinik, die Sache diskret zu behandeln», argumentiert nun der ehemalige Stiftungsrat Pedrazzini. Anders ausgedrückt heisst das: Es galt, das Geld vor den Erben zu schützen. Doch Pedrazzini schwieg auch, als der Tessiner Grosse Rat über einen Beitrag an die Klinik zu entscheiden hatte. Die Regierung erfuhr erst in groben Zügen von der Spende, nachdem die Klinik-Stiftung Pedrazzini wenige Tage vor der Sitzung des Grossen Rates in seiner Funktion als Justizdirektor offiziell über den Trust informiert hatte. Bis zum Grossen Rat drang der Inhalt jenes Schreibens vom 24. November 1999 allerdings nicht durch. «Für uns war aufgrund der Ausführungen unseres Justizdirektors klar, dass die Stiftung nie an das Geld kommen kann», verteidigte sich Regierungspräsident Marco Borradori. Für ihn habe sich die Situation genau gleich dargestellt, rechtfertigte sich Pedrazzini. Er beruft sich dabei auf Gespräche mit dem früheren und mittlerweile verstorbenen Anwalt der Stiftung: Der habe ihm die Ausgangslage so geschildert. Tatsächlich ist unsicher, ob die Stiftung je an das Geld kommt. Dennoch muss Pedrazzini jetzt damit rechnen, dass seine politische Zukunft in Frage gestellt wird.

(news.ch)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler ... mehr lesen  
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 17°C 31°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 19°C 33°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen vereinzelte Gewitter
St. Gallen 19°C 28°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Bern 17°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig vereinzelte Gewitter
Luzern 18°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Genf 20°C 32°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Lugano 22°C 31°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten