Tessin lehnt Einbürgerung eines Schlägers ab
publiziert: Dienstag, 1. Dez 2009 / 17:20 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Dez 2009 / 19:03 Uhr

Bellinzona - Das Tessiner Kantonsparlament hat einem minderjährigen Kosovaren, der in der Schweiz aufgewachsen ist, die Einbürgerung verweigert. Der 17-Jährige war wegen Körperverletzung, unterlassener Hilfeleistung und Drogendelikten verurteilt worden.

Pass verwehrt: Der Kosovare hatte Straftaten begangen.
Pass verwehrt: Der Kosovare hatte Straftaten begangen.
Mit dem Entscheid, der mit 52 zu 18 Stimmen zustande kam, wollte der Grosse Rat ein Zeichen gegen die Jugendgewalt setzen. Gleichzeitig werde die Position derjenigen Einbürgerungswilligen gestärkt, die sich hierzulande korrekt verhalten würden, lautete der Tenor der Mehrheit.

Einziges Familienmitglied ohne Pass

Der 17-Jährige erhielt als einziges Mitglied seiner Familie keinen Schweizer Pass. Er war auf Abwege geraten, nachdem die Gemeinde Lugano sein Einbürgerungsgesuch akzeptiert und an die Kantonsbehörden weitergeleitet hatte.

Die Tessiner Jugendanwaltschaft verurteilte ihn im Zusammenhang mit einer Schlägerei sowie wegen wiederholten Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Diebstahls zu einer bedingten Haftstrafe von 40 Tagen, deren Bewährungsfrist im nächsten Jahr abläuft.

Einbürgerungsverfahren kein Selbstläufer

Vertreter der Linken schlugen vor, das Einbürgerungsgesuch auf Eis zu legen und die weitere Entwicklung des 17-Jährigen abzuwarten. Es sei verwerflich, an einem Minderjährigen ein Exempel zu statuieren, argumentierten Vertreter der SP und der Grünen.

Die Mehrheit der Grossräte war jedoch der Ansicht, dass das Einbürgerungsverfahren kein Selbstläufer sein dürfe. Die von dem 17-Jährigen verübten Taten seien schwerwiegend. Dem Kosovaren bleibt die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt ein neues Einbürgerungsgesuch zu stellen.

(fest/sda)

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