Tessiner FDP-Präsidium tadelt Staatsrätin Marina Masoni
publiziert: Mittwoch, 26. Apr 2006 / 10:42 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 26. Apr 2006 / 10:59 Uhr

Lugano - Das Präsidium der Tessiner FDP hat die entmachtete Staatsrätin Marina Masoni wegen ihren Aussagen in einem Interview getadelt. Ob sich Masoni im April 2007 zur Wiederwahl stellen wird, entscheide nicht die Staatsrätin, sondern die Partei.

Marina Masoni hatte erklärt, dass sie sich im Frühjahr 2007 zur Wiederwahl stellen werde.
Marina Masoni hatte erklärt, dass sie sich im Frühjahr 2007 zur Wiederwahl stellen werde.
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Beim Aufstellen der Wahllisten stünden die «übergeordneten Interessen der Partei» im Vordergrund, teilte das FDP-Präsidium nach einer Sitzung in einem Communiqué mit.

Zuerst will die FDP jedoch dafür sorgen, dass die Kollegialität in der Regierung auch im letzten Legislaturjahr gewährleistet ist. Masoni wird deshalb aufgefordert, die Gespräche mit der parteiinternen Schlichtungskommission zu akzeptieren.

Sinnloses Verfahren?

Masoni sieht in diesem Schlichtungsverfahren jedoch keinen Sinn, da Erziehungsdirektor Gabriele Gendotti (FDP) im Grossen Rat betont hat, dass die Entmachtung der Finanzdirektorin nicht rückgängig gemacht werde. «Ich verstehe nicht, was es da noch zu vermitteln gibt», sagte Masoni am Montag in einem Interview mit dem «Corriere del Ticino».

Überdies erklärte Masoni, dass sie sich im Frühjahr 2007 zur Wiederwahl stellen werde. Alles andere würde so aussehen, als ob sie nicht den Mut habe, sich dem Willen des Volkes zu stellen. Die in ihrer Abwesenheit beschlossene Entmachtung durch die vier übrigen Regierungskollegen kritisierte sie erneut als willkürlich.

Bedauern über neu entfachte Debatte

Das Parteipräsidium «bedauert die Tatsache, dass Marina Masoni das Schweigen gebrochen hat, um die Polemik gegen ihre Regierungskollegen neu zu entfachen», heisst es im Communiqué.

Masoni wird aufgefordert, ihre Arbeit mit einem «konstruktiven Esprit» wieder aufzunehmen, sobald ihr Gesundheitszustand eine Rückkehr an den Arbeitsplatz zulasse.

Die Finanzdirektorin ist seit Anfang März arbeitsunfähig. Wegen einer Rückenverletztung, die sie sich beim Schlittschuhlaufen in den Fasnachtsferien im Engadin zugezogen hatte, musste sie zwischenzeitlich hospitalisiert werden.

(bert/sda)

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