Teure Medikamente verhindern Eindämmung von Krebs
publiziert: Mittwoch, 27. Aug 2008 / 12:26 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 27. Aug 2008 / 18:17 Uhr

Genf - Bundespräsident Pascal Couchepin hat in Genf den 20. Weltkrebskongress eröffnet. Hauptthema der Tagung sind die hohen Kosten der Krebsmedikamente, die vielen Kranken den Zugang zu schmerzlindernden Medikamenten versperren.

Franco Cavalli ist der Präsident der Internationalen Vereinigung gegen Krebs.
Franco Cavalli ist der Präsident der Internationalen Vereinigung gegen Krebs.
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Weltweit leiden heute knapp 25 Millionen Menschen an Krebs, und die Tendenz steige, heisst es in einer Medienmitteilung der Krebsliga.

In Genf werden bis Sonntag rund 2500 Fachleute über «die auch in Europa zunehmend unbezahlbaren Krebsmedikamente» beraten.

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, sei eine globale Initaitive nötig, schreibt die Krebsliga.

Keine Wohlstandkrankheit

«Krebs ist keine Krankheit der reichen Länder, wie man immer denkt», sagte UICC-Präsident und alt Nationalrat Franco Cavalli in einem Interview mit der Zeitung «Le Temps». Die Krankheit sei ein «enormes Problem», sie töte unterdessen mehr Menschen als Aids, Tuberkulose und Malaria zusammen.

Die Hälfte der Krebsfälle sind laut Cavalli vermeidbar. In der letzten Jahren habe man festgestellt, dass nicht Tabak und Infektionen die Hauptursache von Krebs seien, sondern Fettleibigkeit und zuwenig Bewegung.

Fehlender Plan zur Krebs-Bekämpfung

Das laut eigenen Angaben weltweit wichtigste Forum zum Thema Krebs findet zum ersten Mal in der Schweiz statt. Am Samstag soll eine Deklaration verabschiedet werden, die nationale Pläne zur Bekämpfung des Krebses fordert.

Diese sind laut Cavalli «die beste Waffe im Kampf gegen die Krankheit». Er kritisierte, dass die Schweiz über keinen solchen Plan verfüge.

Bundespräsident Couchepin betonte bei der Eröffnung die Wichtigkeit der Palliativmedizin. Er wolle als Gesundheitsminister die Palliativmedizin zu einem Schwerpunkt machen.

(bert/sda)

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