Hohe Gesundheitskosten im OECD-Vergleich
Teure Schweizer Gesundheit
publiziert: Donnerstag, 30. Jun 2011 / 17:07 Uhr
Nur noch Norwegen und die USA liegen in den Gesundheitsausgaben vor der Schweiz.
Nur noch Norwegen und die USA liegen in den Gesundheitsausgaben vor der Schweiz.

Berlin - In den meisten OECD-Ländern wachsen die Gesundheitskosten stärker als die Wirtschaft. Die OECD-Staaten gaben 2009 durchschnittlich 9,5 Prozent ihres Bruttoinlandprodukts für den Sektor aus. Die Schweiz lag mit 11,4 BIP-Prozent darüber und damit auf Platz drei.

3 Meldungen im Zusammenhang
Noch mehr BIP-Prozente ins Gesundheitswesen stecken mussten einzig die USA und Norwegen, wie den am Donnerstag veröffentlichten Gesundheitsdaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu entnehmen ist. Die USA gaben pro Kopf fast 8000 Dollar aus - 17,4 Prozent des BIP.

In der Schweiz kostete das Gesundheitswesen 5144 Dollar pro Kopf. Mit den USA und Norwegen ist die Schweiz damit eines von drei Ländern mit über 5000 Dollar Jahresausgaben. Im OECD-Durchschnitt kostete das Gesundheitswesen 2009 pro Kopf 3223 Dollar.

In den deutschsprachigen Ländern, wozu die OECD auch die Schweiz zählt, stiegen die Gesundheitskosten zwischen 2000 und 2009 weniger stark als in den anderen OECD-Ländern. In der Schweiz gingen sie laut der Organisation um 1,2 Prozentpunkte nach oben, in Deutschland um 1,3 und in Österreich um 1,1.

Länder, die von der jüngsten Krise besonders stark getroffen wurden, verzeichneten häufig doppelt so hohe Steigerungen. Im OECD-Schnitt lag der Anstieg bei 1,7 Prozentpunkten.

Stabilisierung prognostiziert

Für das laufende Jahr prognostizieren die OECD-Experten eine Stabilisierung oder einen leichten Rückgang der Gesundheitskosten. Immerhin ziehe die Wirtschaft in den meisten der 34 OECD-Länder wieder an, lautet die Begründung. Zudem beschneiden viele Regierungen die Gesundheitsausgaben, um das Budget in den Griff zu kriegen.

Gemäss OECD sollten sich die Staaten weiter bemühen, bedarfsgerechte und effiziente Gesundheitssysteme zu schaffen. So sollten sie für das gleiche Geld qualitativ hochwertigere Leistungen erhalten.

(dyn/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Gesundheitskosten sind ... mehr lesen
Um die Kosten langfristig zu dämpfen, sind laut BAG Reformen nötig.
Verpflichtung ja, aber im Rahmen.
Bern - Die Krankenkassen sollen nach Ansicht der Stimmberechtigten auch bei seltenen Krankheiten für teure Medikamente zahlen. Dies zeigt der gfs-Gesundheitsmonitor 2011. 83 Prozente der 1200 ... mehr lesen
Versicherungen Bern - In den nächsten sechs Jahren werden die Krankenkassen den Versicherten ... mehr lesen
Die Krankenkassen-Aufsicht wird neu ausgerichtet(Symbolbild).
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen auf ungeschützten Sex verzichten. Das riet die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag. mehr lesen  
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus ... mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 8°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich stark bewölkt, Regen
Basel 10°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 14°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
Bern 7°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen gewittrige Regengüsse
Luzern 6°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich gewittrige Regengüsse
Genf 7°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen gewittrige Regengüsse
Lugano 11°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten