Texasfieber im Churer Kuhstall: Der Bund lässt sich Zeit
publiziert: Mittwoch, 28. Aug 2002 / 13:23 Uhr

Chur - Das Texasfieber grassiert weiter unter den Kühen des Bündner Viehhändlers Markus Mehli: Am Dienstag mussten erneut 30 Kühe notgeschlachtet werden. Mehli bangt um seine Existenz, denn der Bund hat den Entscheid, die Anaplasmose als Tierseuche anzuerkennen, noch nicht gefällt. Dadurch bleibt die Frage von Entschädigungszahlungen ungelöst und dem Kantonstierarzt fehlt die gesetzliche Grundlage, alle Tiere zu töten.

«Wir haben noch keinen Entscheid gefällt», sagte Myriam Holzner, Sprecherin des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Am Dienstag hatte der Kanton Graubünden beim Bund ein Gesuch eingereicht, die Anaplasmose als Tierseuche anzuerkennen. Dadurch hätte der Bündner Viehhändler Markus Mehli Anspruch auf finanzielle Unterstützung von der Tierseuchenkasse.

Das BVET war in den vergangenen Tagen damit betraut, die Buchhaltung des Bündner Viehhändlers zu durchforsten - und erhielt dadurch Aufschluss über alle An- und Verkäufe des Händlers seit dem 1. Juli. «Im Moment wissen wir, wie viele Tiere in welche Betriebe in der Schweiz verkauft wurden», sagte Holzner.

So sollen in den vergangenen zwei Monaten 140 bis 150 von Mehlis Tieren verkauft worden sein. Über deren Aufenthalt wollte man beim BVET keine Angaben machen. «Mit den betroffenen Kantonstierärzten schauen wir nun, welche Betriebe am meisten gefährdet sind und wo Handlungsbedarf besteht», sagte Holzner.

Derweil geht das Kuhsterben in Chur weiter. Am Mittwoch mussten gemäss Kantonstierarzt Kaspar Jörger wieder über 30 Tiere von ihrem Leiden erlöst werden. «Der Krankheitsverlauf geht sehr schnell», erklärte Jörger. In den benachbarten Betrieben gebe es jedoch nach wie vor keine Anzeichen auf die Krankheit.

Neben der Frage der finanziellen Unterstützung für den Viehhändler beschäftigt den Kantonstierarzt ein anderes Problem: «Solange der Bund keine Entscheidung fällt, fehlt mir die gesetzliche Grundlage, alle Tiere zu töten.» Im Moment geschehe das Einschläfern der Tiere vor allem aus tierschützerischen Gründen.

Der Bund hatte dem Kantonstierarzt empfohlen, die rund 300 an Anaplasmose - auch Texasfieber genannt - erkrankten Tiere auszumerzen.

(gä/sda)

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